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WLH denkt nicht in Kreisgrenzen

"Über die Kreisgrenzen hinaus denken": (v. li.) Sabine Schlüter (Bürgermeisterin Bispingen), Manfred Cohrs (Aufsichtsratsvorsitzender WLH), Landrat Rainer Rempe und Wilfried Seyer (Geschäftsführer WLH)

Neue Kooperation: Wirtschaftsförderungsgesellschaft aus Buchholz entwickelt 18-Hektar-Gewerbegebiet in Bispingen

os. Buchholz. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) mit Sitz in Buchholz weitet ihren Geschäftsbereich aus: Mit der Entwicklung des Gewerbegebietes "Horstfeld" in Bispingen (Heidekreis) vermarktet die WLH erstmals ein Areal außerhalb des Landkreises Harburg. Die WLH investiert rund 7,2 Millionen Euro in das rund 18 Hektar große Gewerbegebiet in Sichtweite des Snow-Domes an der A7 Hamburg-Hannover.
Damit die WLH im Nachbarkreis tätig werden kann, musste der Gesellschaftsvertrag geändert werden. Zudem musste das niedersächsische Innenministerium dem Projekt zustimmen. Beides ist geschehen, die Kaufverträge für die Grundstücke sind unterschrieben.
"Wir fügen mit Bispingen eine Perle auf der Kette der Gewerbegebiete entlang der A7 hinzu", sagte WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer am Montag bei einer Pressekonferenz. Bispingen (6.200 Einwohner) verfüge über eine sehr lebhafte und innovative Wirtschaft. Er sei sicher, dass man die Vermarktung wie bei den bisher sieben Gewerbegebieten im Landkreis Harburg zum Erfolg führen werde, betonte Seyer. Er strebe einen bunten Branchenmix an, gerne mit touristischem Hintergrund. In der Nachbarschaft des Snow-Dome ist auch eine Karthalle beheimatet.
"Wir sind häufig dem Vorwurf ausgesetzt, zu klein zu denken", sagte Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg. Die Kooperation zwischen Bispingen und der WLH sei ein wunderbares Beispiel, wie die hervorragende Expertise eines Unternehmens genutzt werde. "Wir sind ein Wirtschaftsraum, der an der Kreisgrenze nicht Halt macht", betonte Rempe. Die Vermarktung durch die WLH sei ein Angebot an Bispingen gewesen, so der Landrat.
Dieses Angebot habe man gerne angenommen, weil es im Heidekreis kein vergleichbares Unternehmen wie die WLH gebe, erklärte Bispingens Bürgermeisterin Sabine Schlüter. Bislang habe man interessierten Unternehmen keine Erweiterungsmöglichkeit bieten können. Das sei nun anders: Mit der Ausweisung des Gewerbegebietes verabschiede man sich gleichzeitig von dem schönen Traum, in Bispingen ein Outlet-Center zu errichten. Die Gemeinde hatte vergeblich gegen die Entscheidung geklagt, dieses Center in Soltau zu bauen. "Jetzt wollen wir einen konstruktiven Neuanfang machen", sagte Schlüter. Bei diesem Prozess ist das Know-How der WLH sehr willkommen.