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++++Update++++ "Niklas" Sturmticker für den Landkreis Stade ++++

Zwischen der Linah und Harsefeld kippte ein Anhänger um (Foto: Kachmann)
tk/jd. Landkreis. Stürmisch war es schon den ganzen Dienstag, doch am Nachmittag hatte der Sturm "Niklas" den Landkreis Stade mit seiner vollen Wucht erreicht. Die ersten Bäume kippten um. Insgesamt gingen zwischen 16 und 19.30 Uhr mehr als 250 Notrufe in der Rettungsleitstelle ein. Mehr als 30 Mal musste die Polizei ausrücken.

Kleinere Einsätze der Ortswehren wegen umgestürzter und entwurzelter Bäume gab es überall im Landkreis fast im Minutentakt. Aber auch Bretter, Dixi-Klos, ein Trampolin und Verkehrszeichen flogen durch die Luft. Ganze Dächer wurden abgedeckt, Straßenlaternen knickten ab. Lkw-Anhänger kippten um wie zwischen der Linah und Harsefeld. Dabei wurde niemand verletzt.

Zu einem folgenschwereren Verkehrsunfall kam es auf der B74 auf Höhe Fredenbeck-Schwinge, als gegen 18 Uhr ein Baum auf den Pkw eines 62-Jährigen aus Beverstedt stürzte. Der Mann verlor die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen Straßenbaum. Die Feuerwehr befreite den eingeklemmten Fahrer. Er kam schwerverletzt ins Krankenhaus.

Mitunter verloren die Autofahrer die Nerven. Als gegen 17.45 Uhr ein Baum die Moisburger Straße in Höhe des Esterings blockierte, pöbelte ein Geländewagen Fahrer unflätig los. Dabei war die Feuerwehr binnen wenigen Minuten vor Ort.

Der Metronom hatte aus Sicherheitsgründen seine Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h gedrosselt, im Dunkeln dann seinen Betrieb größtenteils komplett eingestellt. Mittlerweile läuft der Bahnverkehr bis auf vereinzelte Verspätungen und Zugausfälle wieder fast nach Fahrplan.

In Ahlerstedt wurde vom Sturm ein Buswartehäuschen "geköpft": Eine heftige Windböe erfasste die obere Hälfte des hölzernen Unterstandes und hob sie mitsamt Dach ab. Das Oberteil landete in einem angrenzenden Garten.

Gegen 19 Uhr hatte das Orkantief seine Heftigkeit verloren.

Die Einsatzschwerpunkte der Feuerwehren lagen im Bereich der Städte Buxtehude und Stade
sowie in den Gemeinden Fredenbeck, Oldendorf-Himmelpforten, Jork und Drochtersen.
Von den 92 Ortsfeuerwehren im Landkreis waren 55 Wehren im Einsatz, viele von ihnen an mehreren Orten gleichzeitig. Allein in Stade fuhren die Retter 20 Einsätze.