Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Aussiedler per Telefon abgezockt

(bc). Eine Serie von sog. "Schockanrufen" führte in den vergangenen Tagen dazu, dass einige Bürger um hohe Geldsummen betrogen wurden.

Am Sonntag und Montag seien in mindestens sieben Fällen Spätaussiedler aus Russland, Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten von unbekannten Männern in ihrer Muttersprache angerufen worden, die sich teilweise als Söhne, Enkel oder Anwälte ausgaben, teilt die Polizei mit.

Jedes Mal behaupteten die Betrüger, dass der Sohn in einen Verkehrsunfall verwickelt sei und dass man nun eine Summe von 20.000 Euro benötige, um einen Gefängnisaufenthalt zu vermeiden. In vier Fällen verweigerten die Angerufenen die Zahlung, drei Mal hatten die Betrüger Erfolg und erbeuteten jeweils bis zu 10.000 Euro, die dann ein Unbekannter in bar abholte. Polizeisprecher Rainer Bohmbach: "In keinem Fall war einem Angehörigen ein Unfall passiert. Alle waren wohlauf."

Als Rückrufnummer gaben die Gangster meist eine litauische Telefonnummer an. Dort meldete sich dann ein angeblicher Polizeibeamter oder Anwalt, der die Sache bestätigte. Die Polizeiinspektion Stade weist in diesem Zusammenhang eindringlich daraufhin, kein Geld herauszugeben. In Deutschland könne niemand mit Bargeld von einer bevorstehenden Haft "frei gekauft" werden, so Bohmbach.

- Weitere Geschädigte, die Hinweise machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Stade unter Tel 04141-102215 zu melden.