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B73 stundenlang gesperrt: Gefahrgut-Lkw musste leergepumpt werden

Der Tank-Container wurde bei dem Aufprall beschädigt, Gefahrstoffe traten aber laut Polizei nicht aus (Foto: Polizei)
bc. Buxtehude-Hedendorf. Zweimal musste die B73 am Dienstag in Buxtehude-Hedendorf voll gesperrt werden, zweimal kam es zu erheblichen Behinderungen. In den Abendstunden wurde der Verkehr über Stunden umgeleitet.

Das war passiert: Kurz nach 12 Uhr fuhr ein Autokran an einer roten Ampel auf einen Gefahrgut-Lkw auf. Offenbar hatte der 25-jährige Fahrer die Situation zu spät erkannt. Der Kran rammte einen Tank-Container, in dem sich 15 Tonnen des leicht entzündlichen und explosiven Lösungsmittels "Hexane" befanden. Zudem schob der Kran den Sattelzug auf einen davor wartenden Audi eines 32-jährigen Mannes aus Polen.

Polizeisprecher Rainer Bohmbach: "Der Gefahrgut-Auflieger wurde zwar zusammengestaucht, die Hülle des Tanks aber nicht beschädigt, so dass kein Gefahrstoff austreten konnte."

Die Feuerwehren aus Neukloster, Hedendorf, vom 2. Zug der Stadt Buxtehude und die Umweltzugeinheit aus Neukloster rückten mit 45 Einsatzkräften an der Unfallstelle an. Sie konnten schnell Entwarnung geben. Nach einer halben Stunden war die Sperrung aufgehoben.

Der Kranfahrer erlitt leichte Verletzungen, er kam ins Krankenhaus. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mindestens 40.000 Euro.

Der Tankwagen wurde von der Polizei auf den Rastplatz "Fischerhof" an der B73 begleitet, der Parkplatz wurde gesperrt. Am späten Nachmittag rückte dann ein Spezialfahrzeug der Spedition an, um die 15 Tonnen "Hexane" unter Aufsicht von 55 Feuerwehrleuten und Mitarbeitern des Kreis-Umweltamtes abzupumpen. Auch Kreisbrandmeister Peter Winter war vor Ort.

Für den Einsatz musste die Bundesstraße stundenlang voll gesperrt werden. Das Problem: Eine Pumpe fiel aus und musste ersetzt werden. Erst gegen 21.45 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Der Stoff "Hexane" war für die Verschiffung von Bremerhaven in die USA vorgesehen.