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Berufungsverhandlung: Entkommt der Neu Wulmstorfer Raser dem Gefängnis?

tk. Stade. Kommt der Raser von Neu Wulmstorf um eine Gefängnisstraße herum? Der Amtsgericht Tostedt hatte den 27-Jährigen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er hatte im Sommer 2015 mit einem PS-Boliden eine andere Autofahrerin von der Straße gerammt, die seitdem im Rollstuhl sitzt.
Am Montag begann vor dem Landgericht Stade die Berufungsverhandlung. Der Angeklagte hat dabei alle Tatvorwürfe eingeräumt und dem Opfer ein monatliches Schmerzensgeld von 400 Euro für die Zeit einer möglichen Bewährungsstrafe angeboten.

Dem widersprach der Anwalt des Unfallopfers, das als Nebenklägerin auftritt. Strafverteidiger Lars Zimmermann bleib bei der Forderung von zwei Jahren und sechs Monaten Haft sowie vier Jahren Führerscheinentzug. "Die Folgen für das Opfer sind so gravierend, dass eine Aussetzung zur Bewährung nicht möglich ist", sagte er dem WOCHENBLATT.

Die Staatsanwaltschaft fordert dagegen zwei Jahre Haft, ausgesetzt auf vier Jahre zur Bewährung, und in diesem Zeitraum 400 Euro monatlich an das Opfer.
Das Urteil wird am Mittwoch, 10. Januar, um 9.15 Uhr gesprochen