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Buxtehuder Schulhof-Vergewaltiger: Polizei ist sicher, Täter gefasst

Die Polizei hatte auch Spürhudne eingesetzt, um den Weg des Täters druch die Stadt nachzuverfolgen (Foto: Polizei)
++++ UPDATE ++++ Die DNA-Probe des mutmaßlichen Vergewaltigers stimmt mit den beiden DNA-Proben von den Tatorten überein. Das hat die Untersuchung durch das Landeskriminalamt ergeben ***

tk. Buxtehude. Polizei und Staatsanwaltschaft sind sicher: Der Buxtehuder Schulhof-Vergewaltiger wurde gefasst. Ein Mann (22) aus Buxtehude wurde am Mittwochabend festgenommen. Der mutmaßliche Vergewaltiger wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Die Ermittlungsbehörden halten sich mit Details zurück, weil es sich dabei um Täterwissen handele. Kai Thomas Breas, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, erklärt auf WOCHENBLATT-Nachfrage: "Es gibt verschiedene belastbare Beweismittel und aus unserer Sicht ist der Mann eindeutig der Täter."

So sollen bei einer Hausdurchsuchung des deutschen Staatsbürger, der einen festen Job haben soll, Dinge gefunden worden sein, die mehr als den dringenden Tatverdacht erhärteten. Nach unbestätigten Informationen soll der Mann seine Taten zumindest teilweise mit seinem Handy aufgenommen haben. Für diese Mutmaßung spricht, dass beide Opfer der Polizei eine sehr genaue Beschreibung des Mobiltelefons gegeben haben. Die Ermittler hatten gezielt nach einem Smartphone in einer weißen Hülle gesucht.

Das wird dem Mann vorgeworfen: Am 2. Februar soll er eine Schülerin (14) an der Sporthalle der Stieglitzschule vergewaltigt haben. Drei Wochen später soll eine Frau (20) auf dem Gelände der Grundschule Altklostersein Opfer geworden sein.
Der Sextäter hatte seine Opfer über einen längeren Zeitraum in seiner Gewalt. Staatsanwalt Breas bestätigt, dass beide Opfer mehrfach und auf verschiedene Arten vergewaltigt wurden.

Eine Ermittlungsgruppe der Polizei ist nach den beiden Sextaten rund 200 Hinweisen und Spuren nachgegangen. Laut Staatsanwalt Breas war dies eine sehr aufwändige und mühevolle Arbeit, die aber schließlich zum Erfolg geführt habe. Dabei kamen auch zwei speziell ausgebildete Spürhunde zum Einsatz.

Fakt ist, dass aufgrund von DNA-Spuren eine gesicherte Aussage darüber möglich ist, dass für beide Vergewaltigungen nur ein Täter in Frage kommt. Eine DNA-Analyse von den Tatorten liegt vor. Staatsanwaltschaft und Polizei erwarten eine DNA-Analyse des mutmaßlichen Täters spätestens am Montag. Das Landeskriminalamt arbeite mit Hochdruck daran.

Der mutmaßliche Täter hat bei der Polizei und vor dem Haftrichter geschwiegen. Er wurde am Donnerstagabend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Strafe auf Vergewaltigung beträgt zwischen zwei und 15 Jahren. Kai Thomas Breas: "Ich bin sicher, dass dieser Mann für viele Jahre ins Gefängnis gehen wird."

Viele Frauen und Mädchen aus Buxtehude haben auf diese erlösende Nachricht der Polizei gewartet. Die beiden Vergewaltigungen hatten Angst und Unsicherheit in einer ruhigen Stadt ausgelöst.

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