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Freispruch für Andreas B. nach Kiesgruben-Unglück in Buxtehude

tk. Buxtehude. Dieses Mal endete der Prozess für Andreas B. mit einem Freispruch. Er war vor dem Amtsgericht Buxtehude wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen angeklagt. Im April des vergangenen Jahres hatte er mit einem Jugendlichen Rettungsübungen in der Kiesgrube in Eilendorf gemacht. Dabei wurde der junge Buxtehuder verschüttet und musste schließlich von der Feuerwehr befreit werden.



Das WOCHENBLATT hatte über dieses Unglück berichtet, weil Andreas B. schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt hatte: In den Landkreisen Harburg und Stade hatte er vor einigen Jahren Kinder und Jugendliche um sich geschart, um einen Leichenspürhund auszubilden. Im Sommer 2012 hatte er mit einem echten Sturmgewehr Schießübungen mit Jugendlichen in der Fischbeker Heide gemacht. Dafür wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt.

Während der Beweisaufnahme vor Gericht sei jetzt herausgekommen, dass der Jugendliche nicht 15, sondern fast 17 Jahre alt gewesen sei. Zudem habe B. mit ihm und seinen Eltern über die Übungen geredet. Der junge Mann sollte sich im Sand oder Schlamm einsinken lassen und sich anschließend selbst befreien. Das ging in der Kiesgrube gründlich daneben. Allerdings sei das Unfallopfer von B. nicht überredet worden, so die Überzeugung des Gerichts.

Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar sechs Monate Haft ohne Bewährung beantragt, aber keine Berufung eingelegt.