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Georg Ramm: "Ich stehe zu meiner Meinung"

bc. Oederquart/Stade. Der Fund einer Hanf-Plantage in Oederquart in Nordkehdingen sorgte im August für viel Gesprächsstoff im Landkreis. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Das WOCHENBLATT erfuhr: Die Polizei hat das Verfahren an die Staatsanwaltschaft übergeben, die Ermittlungen dauern an. Ob es zu einer Anklage kommt, ob sie zugelassen wird, wenn ja in welchem Umfang, ist noch unklar.
Die Geschichte war auch deshalb eine besondere, weil einer der Beschuldigten im WOCHENBLATT extrem offensiv mit den Anschuldigungen umging. Georg Ramm, ehemaliger ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter des Landkreises Stade, gab zu, eine Straftat begangen zu haben, sie aber nicht zu bereuen. Er habe den Hanf-Anbau auf seinem Bio-Hof zugelassen, indem er eine Fläche für einen Geschäftspartner zur Verfügung stellte. Seine Ansicht: Der Hofanbau sei ein Beitrag zu einem maßvollen, sauberen Umgang mit der
Droge.
In der Medizin beginne bereits ein Umdenken, was die Anwendung von Cannabis bei Schmerz verursachenden Krankheiten angehe. Der Missbrauch von Cannabis liege - wie beim Alkohol - in der individuellen Anwendung, so Ramm damals. Heute sagt er: „Ich stehe nach wie vor zu meiner Meinung. Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten.“ Hanf-Konsum sei nichts seltenes.
Dort, wo im August die Polizei die 130 Cannabis-Pflanzen sicherstellte, wachsen heute übrigens Wintersalate und Radieschen.