Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Geständnis vom mutmaßlichen Schulhof-Vergewaltiger?

Ein ganz normaler junger Mann soll der zweifache Vergewatiger aus Buxtehude sein (Foto: Screenshot Facebook)

tk. Buxtehude. Das war für die Ermittler das letzte, wichtige Mosaiksteinchen: Die DNA des mutmaßlichen zweifachen Buxtehuder Schulhof-Vergewaltigers stimmt mit den DNA-Spuren an den beiden Tatorten überein. Der Fall gilt für Polizei und Staatsanwaltschaft als geklärt.

Bislang hat der junge Mann (22) aus Buxtehude geschwiegen. Dr. Heiko Granzin, sein Strafverteidiger, erklärt im WOCHENBLATT, dass es nicht unwahrscheinlich sei, dass es zu einer vollständigen Einlassung kommen werde. Sprich: ein Geständnis. Zudem werde er mutmaßlich keinen Haftprüfungstermin beziehungsweise Haftverschonung beantragen.

Der Beschuldigte aus Buxtehude sitzt seit Donnerstagabend in U-Haft. Sein Name samt Foto wird seit Freitag vielfach in sozialen Netzwerken gepostet, häufig mit Kommentaren wie zum Beispiel "das Gefängnis ist nicht hart genug".

Und häufig wird die Frage gestellt: Was ist das für ein Mensch? Die Antwortet lautet: Auf den ersten oberflächlichen Blick bei Facebook und Co. ein ganz normaler Typ. Ein junger Mann, in Buxtehude geboren und aufgewachsen, der hier zur Schule ging, seine Ausbildung gemacht hat und als Tischler arbeitet. Einer, der mit "seinen Jungs einen trinken geht", so ein Facebook-Eintrag auf seiner Seite. Und einer, der auf die Serie "Two and a half men" und Autos der Marke BMW steht. Alles absolut normal.

Seit Mitte des vergangenen Jahres hat der Beschuldigte eine eigene Wohnung in der Nähe des ersten Tatorts. Auf dem Gelände der Stieglitzschule soll eine Schülerin (14) von dem 22-Jährigen missbraucht worden sein. Zwei Woche später die zweite Tat: Das Opfer, eine 20-jährige Frau, wurde ebenfalls im Süden Buxtehudes auf dem Gelände einer Grundschule vergewaltigt.

Fast 300 Hinweisen und Spuren ist die Polizei nachgegangen. Einen Teil der sehr genau beschriebenen Kleidung, unter anderem markante Turnschuhe, soll die Polizei in der Wohnung des Mannes gefunden haben.

Strafverteidiger Lorenz Hünnemeyer, der die Schülerin vertritt, will sich jetzt vor allem um den Schutz seiner jungen Mandantin bemühen. Bei einem Prozess soll sie nicht aussagen müssen.

Den Artikel über die Festnahme des mutmaßlichen Sexualstraftäters lesen Sie hier