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Großrazzia unter Federführung der Staatsanwaltschaft Stade

tk. Stade. Unter Federführung der Staatsanwaltschft Stade, die Schwerpunkt-Ermittlungsbehörde für Wirtschaftsdelikte ist, fand am Mittwoch eine Großrazzia in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein mit 850 Einsatzkräften von Polizei und Zoll statt. Acht Beschuldigte sollen in großem Stil ausländische Arbeitnehmer mit falschen Identitäten und zu Dumpinglöhnen auf Baustellen in Norddeutschland beschäftigt haben.
Der Haupttäter (36) soll ein Bauunternehmer aus Bremerhaven sein. Bei der Großrazzia wurden 21 Baustellen, zehn Unterkünfte und 18 Wohnungen bzw. Häuser durchsucht. 70 Menschen wurden erkennungsdienstlich behandelt.
Die Masche der Tatverdächtigen: Die Arbeiter kamen vorwiegend aus der Ukraine und der Republik Moldau. Sie bekamen gefälschte Ausweise aus anderen EU-Staaten und gaben vor, für ein litauisches Bauunternehmen tätig zu sein.
Weil keine Abgaben gezahlt wurden, ist den Sozialkassen nach vorsichtigen Berechnungen der Ermittler ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Die Staatsanwaltschaft Stade hatte daher eine Million Euro beschlagnahmen lassen, die dem Haupttäter bzw. einer seiner Firmen zuzuordnen sind.