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Intensivtäter (12 und 15) aus Buxtehude: Waren Hilfsangebote vergeblich?

tk. Buxtehude. Sie sind erst 12 und 15 Jahre alt und haben Menschen in Buxtehude terrorisiert. Sie haben geklaut, geprügelt und randaliert. Die Liste der Straftaten dieser beiden Terror-Kids umfasst von Diebstahl bis zu Körperverletzung Delikte, die wahrlich keine Kleinigkeit sind. Polizei und Stadtverwaltung haben jetzt ein halbjähriges Aufenthaltsverbot für Teile der Buxtehuder Innenstadt gegen die Beiden verhängt. Was sprachlos macht: Bis es soweit kam, wurde ein umfassendes Instrumentarium an Hilfen ausprobiert: Nichts hat gefruchtet.
Das WOCHENBLATT hat nachgefragt: Was passiert, wenn Kinder komplett aus dem Ruder laufen? In diesem Fall wurde alles versucht. Von Gesprächen mit den Kindern und ihren Eltern über Anti-Aggressionstraining bis hin zu einer Begleitung von Familie und Jugendlichen durch einen Sozialpädagogen. Jugendamt, Schule und Polizei haben gemeinsam nach einer Lösung gesucht.
Nach WOCHENBLATT-Informationen ist nicht nur das Ergebnis all dieser intensiven Bemühungen gleich null, pädagogische Mitarbeiter sollen zudem bedroht worden sein. Ein Insider berichtet, dass die Familie - es handelt sich dabei um die ethnische Minderheit der Sinti und Roma - Regeln des Gemeinwesens nicht akzeptiere. Jede Form der Hilfe werde als unzulässige Einmischung betrachtet und die Vertreter des Staates seien allesamt Nazis.
Angesichts dieser Ausgangslage und einer Liste von rund 50 Straftaten der beiden Kids kommt ein weiterer Insider zu dem Schluss: "So sicher wie das Amen in der Kirche werden die in den Knast gehen".
Hintergrund: Der 15-jährige Intensivtäter ist inzwischen strafmüdig. Auch wenn jetzt die Strafverfolgung einsetzen kann, wird die lange Vorgeschichte eine Rolle spielen. Ob es Pädagogik-Experten für ganz harte Fälle im Jugendknast gelingt, die Intensivtäter zu erreichen, bleibt angesichts ihrer bisherigen kriminellen Karriere eine offene Frage.
Die Menschen in Buxtehude sollen nach dem Aufenthaltsverbot erst einmal aufatmen können. Wobei selbst Befürworter dieser Maßnahme einräumen: Damit werde ein Problem verlagert und nicht gelöst.
Unseren ersten Beitrag hierzu lesen Sie hier