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Kreuzung der K54 mit der K55 in Klethen: Das soll kein neuer Unfallschwerpunkt werden

Beim ersten Unfall auf der Kreuzung starb eine Autofahrerin...
Nach zwei schweren Zusammenstößen: Die K54/K55 bei Klethen soll entschärft werden

tk. Ahlerstedt/Klethen. Die Kreuzung der K54 mit der K55 in Höhe des Industriegebietes Ahlerstedt-Klethen droht eine neue "Todeskreuzung" zu werden. Am vorvergangenen Sonntag starb dort eine Frau (55), deren Auto mit einem Motorrad kollidierte. Vier Tage später, am Himmelfahrtstag, der nächste schwere Unfall. Die Bilanz: vier Schwerverletzte. Bereits nach dem ersten Unfall hatten sich Vertreter von Polizei und der Samtgemeinde Harsefeld die Kreuzung angesehen und Maßnahmen besprochen, wie der Gefahrenbereich entschärft werden könnte.

In Sichtweite dieser Kreuzung liegt die ehemalige "Todeskreuzung von Klethen". Dort gab es eine Unfallserie mit vier Toten und 16 Verletzten. Die Kreuzung von L124 mit der K55 wurde mit einem Kreisel im Juni 2015 sicher gemacht.

Laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach hat es an dieser Stelle der K54/K55 seit 2015 ein bis zwei Unfälle im Jahr gegeben. Das Problem sei vermutlich die zu gute Sicht, solange die Äcker rund um die Kreuzung noch nicht höher bewachsen sind. Autofahrer, die auf die Kreuzung zufahren, würden mitunter den Eindruck haben, dass der Knotenpunkt frei sei und übersehen dabei, dass doch ein anderes Auto kommt.

Die K54 von Ahlerstedt Richtung Ahrenswohlde ist die Vorfahrtstraße. Sie ist zudem stärker befahren, weil sie eine schnelle Verbindung zur Autobahn bei Sittensen (Kreis Rotenburg) ist. Es gilt Tempo dort 100. Wer dagegen auf der K55 von Klethen nach Ahrensmoor fährt, muss bei Gegenverkehr warten. Derzeit stehen dort aber nur "Vorfahrt gewähren"-Schilder.
An dieser Stelle setzen die Überlegungen der Samtgemeindeverwaltung an: Auf der K55 könnten Stoppschilder aufgestellt werden und auf der kreuzenden K54 könnte das Tempo auf 70 Stundenkilometer reduziert werden.

Beide Maßnahmen würden dazu führen, dass Autofahrer eher wahrnehmen, dass "durchbrettern" lebensgefährlich sein kann.