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Mehr Schutz vor Einbrechern

Einbrecher verschaffen sich auf unterschiedlichen Wegen Zutritt zu fremden Wohnungen und Häusern (Foto: tk)
"Es ist besser, sich vorher abzusichern, als sich immer wieder zu sagen, dass es ja nichts zu holen gebe." Lara M. hat in ihrem Job sehr viel Kundenkontakt. Sobald sich die Gespräche um das Thema Einbruch dreht, gibt sie Hinweise und Tipps, empfiehlt, Haus oder Wohnung mit Sicherheitsschlössern auszustatten, wenn möglich "am besten gleich während des Baus". Sie selbst hat sich zu abschließbaren Fenstern und Sicherheitsvorkehrungen an Türen vor Jahren einen großen Wachhund angeschafft, einen Hovawart, der anschlägt, sobald sich jemand dem Haus nähert.

Was damals geschah: Es ist kalt und riecht komisch. Das sind die ersten Gedanken, von Lara M., als sie im Dezember 2008 abends von der Arbeit zurückkehrt und ihre Haustür aufschließt. Obwohl der Einbruch inzwischen einige Jahre her ist, kann sich die 35-Jährige noch an jede Einzelheit erinnern. "Ich wollte auf keinen Fall das Haus betreten", sagt sie. Ihr Vater sei gekommen und hätte als Erster nachgeschaut. "Bei dir war jemand drin, Schubläden und Schranktüren stehen offen", hätte er ihr zugerufen. Lara M. bittet ihren Vater, sofort wieder herauszukommen. Zu groß ist ihre Angst, dass sich jemand in ihren eigenen vier Wänden versteckt hält. Doch es ist niemand mehr drin - der oder die Täter sind wahrscheinlich über die aufgebrochene Terrassentür geflüchtet. Sie sind bis heute nicht gefasst worden.

Die Einbrecher haben damals einiges mitgehen lassen, unter anderem Schmuck und Lara M. Laptop. "Das war besonders ärgerlich, denn dort waren so viele Daten, Fotos und wichtige Dokumente gespeichert."

Der Einbruch hat etwas nicht Greifbares: "War es ein Täter oder waren es mehrere? Hat einer draußen Schmiere gestanden? Wurde da Haus schon tagelange überwacht?" Fragen, die die Buxtehuderin nach wie vor umtreiben.

Sobald sie abends allein in ihren vier Wänden sei, beschleiche sie hin und wieder ein ungutes Gefühl. Auch der große Hund ändert daran nichts, im Gegenteil: Lara M. befürchtet, dass ihm jemand bei einem Einbruch etwas antun könnte. Was die Buxtehuderin aber empfehlen kann, ist das Ausstellen der Klingel. "Einbrecher klingeln häufig, um zu sehen, ob jemand da ist. Wenn es gar nicht klingelt, verunsichert das die Täter." Wer bereits Einbruchsopfer wurde, dem rät Lara M., sich an den "Weißen Ring" (www.weisser-ring.de) zu wenden. "Dort wurde mir damals sehr geholfen."