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Messerattacke in Steinkirchen: Für die Ermittler war es Mord

In dieser Doppehaushälfte wurde die junge Frau von ihrem freund erstochen (Foto: am)

tk. Stade. Der mutmaßliche Täter (28) sitzt in U-Haft und schweigt. Der Mann, der am Dienstag der vergangenen Woche seine Freundin (26) in Steinkirchen mit mehreren Messerstichen getötet hat, hat den Ermittlern noch nicht erklärt, wie es zu dieser grausamen Tat kam.



Der Haftbefehl geht von Mord aus. Die Staatsanwaltschaft spricht von niederen Beweggründen bei der Tat. Denn immer klarer tritt hervor, dass es keinen Streit gegeben hat, der eskaliert ist. Die junge Frau wollte sich von dem Mann trennen, der erst wenige Wochen bei ihr gewohnt hat. Ein Termin für seinen Auszug soll bereits festgestanden haben. Am Tatabend soll der 28-Jährige nach unbestätigten Angaben Bier in erheblicher Menge getrunken haben. Die Frau kam nach Hause, traf auf den Mann und soll dann in ihr Schlafzimmer gegangen sein. Irgendwann später folgte ihr der Täter und erstach die Steinkirchenerin mit mehreren Messerstichen. Die Verletzungen müssen dabei so schwer gewesen sein, dass die 26-Jährige unmittelbar nach dem Angriff starb.

Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, erklärt, dass die Ermittlungsbehörde das Mordmerkmal der niederen Beweggründe für erfüllt hält. Es sei vermutlich eine Beziehungstat aus Eifersucht gewesen. Der mutmaßliche Täter habe offenbar verhindern wollen, dass seine Ex-Freundin ihn vor die Tür setzte und ein Leben ohne ihn führe.

Laut Breas werde noch geprüft, ob auch das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt ist. Dafür spreche unter anderem die Tatausführung.