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Nur Geldstrafe für den Besitz von 5000 Kinderpornos

tk. Buxtehude. Er hatte 5.000 Bilder mit Kinderpornographie auf zwei PCs, einer externen Festplatte und diversen CDs gespeichert. Dafür wurde ein Mann (47) aus Buxtehude vor dem Amtsgericht Buxtehude zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 30 Euro verurteilt.
Wieso der Angeklagte, der insgesamt mehr als zwei Millionen Dateien aus dem Internet heruntergeladen hatte, auch so viele Kinderpornos besaß, blieb in der Verhandlung offen. Der Mann räumte den Tatvorwurf über seinen Anwalt ein. Strafverteidiger Lorenz Hünnemeyer und Richter Parmann führten ein so genanntes Verständigungsgespräch zum Strafrahmen. Der Richter betonte, dass angesichts der hohen Zahl von üblen Bildern auch eine Haftstrafe in Frage käme. Der Fall schlummere fast zwei Jahre in den Akten, so Hünnemeyer. Dieser lange Zeitraum müsse sich strafmildernd auswirken. Die Staatsanwaltschaft wollte nicht unter 120 Tagessätze Geldstrafe gehen.
Mit den 180 Tagesssätzen kassierte der Angeklagte das, was als Obergrenze im Raum stand. Für ihn spreche, so der Richter, dass er sich einer Sexualtherapie unterziehe und weder vorher noch nachher strafrechtlich auffällig geworden sei. Deutliche Worte fand der Richter dazu, dass allein schon der Besitz von Kinderpornos strafbar ist. Der Gesetzgeber wolle verhindern, dass es überhaupt einen Markt dafür gebe. Nur weil es die Nachfrage gibt, "werden solche Dinge überhaupt hergestellt und Kinder dafür missbraucht".