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Polizeieinsatz in der Buxtehuder Advents-Budengasse

tk. Buxtehude. "Da hätte sonst was passieren können", sagt eine Frau* die zurzeit auf dem Adventsmarkt in einer Glühweinbude in der Buxtehuder Fußgängerzone arbeitet. Am Dienstag sei ein Polizeiauto mit Blaulicht über die Lange Straße gefahren, mitten durch die Passanten. "Der Wagen hatte kein Martinshorn an und war ganz schön schnell", kritisiert die Frau.

Ein Bekannter von ihr ist bei der Feuerwehr. "Der hat mir gesagt, dass in solchen Situationen immer das Martinshorn an sein muss." Andere Standbetreiber hätten ihr erzählt, dass es zu brandgefährlichen Situationen gekommen sei. Ein Mann musste eine Frau samt Kinderwagen zur Seite ziehen, weil es rund um Kinderkarussell und Glühweinbude vor dem Rathaus mächtig eng wurde.

"Das geht doch nicht", schimpft die Frau. Schließlich drohe ihr schon ein heftiges Bußgeld, wenn sie im Schritttempo mit dem Rad durch die Fußgängerzone fahre.
Was war passiert? "Ein renitenter Ladendieb wurde gemeldet", sagt Stades Polizeisprecher Rainer Bohmbach. In solchen Fällen bestehe immer die Gefahr, dass es zu einer Körperverletzung komme. "Wir mussten schnell eingreifen."

Die Streifenwagenbesetzung habe bewusst auf das Signalhorn verzichtet, weil das in der engen Fußgängerzone so laut sei, dass den Passanten das Trommelfell geplatzt wäre.

• Das sind die Rechte der Polizei: Wenn sie hoheitlich tätig wird, also im Einsatz ist, gelten bestimmte Regeln der Straßenverkehrsordnung nicht. Schneller als erlaubt, Einbahnstraßen verkehrt herum oder auch Fußgängerzonen darf die Polizei befahren.
Um dieses Wegerecht in Anspruch zu nehmen, müssen die Beamten Blaulicht und Einsatzhorn benutzen. Wobei auf letzteres verzichtet werden kann, wenn es - wie im aktuellen Fall - gute Gründe gibt. Rainer Bohmbach: "Und grundsätzlich gilt, dass wir immer umsichtig fahren."
* Name der Redaktion bekannt