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Schockanrufer erbeuten mit dreisten Lügen mehrere tausend Euro

tk. Stade. Schon wieder haben Schockanrufer zugeschlagen: In Stade erbeuteten Ganoven mit dummdreisten Lügen-Anrufen am Dienstagmorgen beziehungsweise mittag mehrere tausend Euro.

Fall eins: Eine Frau (62) bekam den Anruf eines angeblichen Anwalts. Ihre Tochter sei gestolpert und habe dabei den Mandanten des Juristen zu Fall gebracht. Für die Behandlung seien 17.000 Euro fällig. Die eingeschüchterte Frau übergab einem Unbekannten daraufhin an der Haustür mehrere tausend Euro.
Fall zwei: Bei einem 58-jährigen Mann aus Stade rief der angeblich Sohn an und berichtete, dass er einen Unfall verschuldet habe. Er reichte den Telefonhörer sofort an einen "Arzt" aus dem Stader Elbe Klinikum weiter. Der forderte 5.000 Euro, um das "Unfallopfer" zu behandeln. Auch der überrumpelte Stader übergab das geforderte Geld an einen Unbekannten.
Der Geldabholer war im ersten Fall ungefähr 1,70 Meter groß, schlank und mit schwarzer Strickmütze bekleidet. Der Unbekannte im zweiten Fall war etwas kleiner und trug eine silberne Jacke sowie eine schwarze Strickmütze und hatte einen schwarzen Leinenrucksack dabei.
Schockanrufe waren im vergangenen Jahr schon einmal ein Thema im Landkreis Stade: Mit ähnlich dreisten Lügengeschichten machten Kriminelle Beute. Das Problem für die Polizei: Die Dunkelziffer der Delikte dürfte deutlich höher sien als die angezeigten Fälle. Damit steigt für die Betrüger die Chance, ungeschoren davonzukommen. Polizeisprecher Rainer Bohmbach appelliert daher an alle, die Opfer von Schockanrufern werden: "Melden Sie sich sofort bei der Polizei."