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Schwertransporte: Hilfspolizisten unterstützen Polizei

Karsten Seifert, neuer Hilfspolizist für Schwertransporte (Foto: Polizei)
(bc). Achtung, das ist kein verspäteter Aprilscherz! Weil die Polizei im Landkreis Stade durch die Begleitung von Schwertransporten zunehmend belastet ist, hat das niedersächsische Innenministerium jetzt reagiert. Hilfspolizisten sollen die Lösung sein. Die ersten Beamten wurden bereits ernannt.

Hintergrund: Allein im Jahr 2015 musste die Polizei im Landkreis 611 Transporte mit mindestens einem Streifenwagen eskortieren. In den ersten Monaten dieses Jahres waren es schon 222. Überwiegend sind es Airbus-Lkw, die Teile vom Werk in Stade nach Finkenwerder bringen. Auch Lieferungen für den Bau von Windparks sind häufig.

Vor allem die Dienststellen in Buxtehude und Stade ächzen unter der Belastung, denn in den Nachtstunden sind die kleinen Dienststellen auf den Dörfern unbesetzt. Daher nun die Initiative des Ministeriums: Sogenannte Hilfspolizisten - das sind Mitarbeiter der Firmen, die bereits jahrelange Erfahrung in der Begleitung derartiger Transporte vorweisen - werden in einer mehrtägigen Schulung an der Polizeiakademie Niedersachsen auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung dürfen sie ausschließlich im Rahmen von Schwertransporten durch Zeichen, Weisungen und unter Zuhilfenahme einer Anhaltekelle regelnd auf den Straßenverkehr einwirken. Mehr nicht. „Darüber hinaus gehende Befugnisse haben die Hilfspolizisten nicht“, sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Zu ihrer Ausstattung gehört eine gelb reflektierende Jacke mit der Aufschrift „Hilfspolizei“.

Stades Polizeidirektor Torsten Oestmann ist sich sicher, dass diese Regelung dazu beiträgt, dass künftig wieder mehr Personal für die polizeilichen Kernaufgaben im Landkreis zur Verfügung steht. Herausragende Transporte sollen aber auch weiterhin durch die Polizei begleitet werden.