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Stader Marktkauf-Überfall: Es waren die Ex-RAF-Terroristen

Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg (Foto: LKA Niedersachsen)
LKA bestätigt: Für Stader Marktkauf-Überfall sollen Garweg und Straub verantwortlich sein

tk. Stade. Der Verdacht, dass die beiden Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg für den Überfall auf den Stader Martkkauf Heiligabend 2012 verantwortlich sein könnten, wurde jetzt vom LKA Niedersachen und der Staatsanwaltschaft Verden auch offiziell betätigt. Gemeinsam mit Daniela Klette soll das Trio insgesamt sechs Supermärkte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein überfallen haben. Außerdem werden dem Trio zwei Überfälle auf Geldtransporter vorgeworfen.



Die Ermittler gehen davon aus, dass die Ex-Terroristen in Geldnot sind und daher weitere Überfälle nicht ausgeschlossen werden können. Allein beim Marktkauf-Überfall sollen die beiden Männer 135.000 Euro erbeutet haben.
Ins Visier der Ermittler geriet das Trio, weil es sehr viele Übereinstimmungen bei den Überfällen auf Supermärkte gibt: Die Täter kaufen ein bis drei Monate vor der Tat Gebrauchtwagen von privaten Händlern im unteren Preissegment. Dorthin fahren sie meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Autos werden bar bezahlt, aber erst nach Geschäftsschluss abgeholt. Die Verkäufer stellen sie dafür auf einen öffentlichen Parkplatz ab.

Bei den Überfällen sind die Täter zu zweit. Sie sind mit Pistolen und Elektroschockern bewaffnet. Bei den Überfällen auf Geldtransporter kamen aber auch Schnellfeuergewehre und eine Panzerfaust zum Einsatz. Die Täter treten ruhig, höflich und besonnen auf.

Ihr Fluchtfahrzeug versuchen sie meist in einem nahegelegenen Waldstück zu verbrennen und flüchten dann mit einem weiteren Fahrzeug.
Obwohl das LKA mit aktuellen Fotos nach dem Trio sucht, ist trotz 60 neuer Hinweise noch keine konkrete Spurt dabei. "Die Personen sind wie vom Erdboden verschwunden. Wenn das mein Nachbar wäre, würde ich ihn doch erkennen. Das ist sehr verwunderlich", so wird ein Ermittler in einer Pressemitteilung von LKA und Staatsanwaltschaft zitiert. Eine Spur führt in die Niederlande. Von dort wurde mit einem Mobiltelefon bei einem Autohändler angerufen.

Das Geldtransportunternehmen hat eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt. Insbesondere Autohändler werden aufgerufen, auf Kunden zu achten, die mit dem beschriebenen Verhaltensmuster auftreten.

• Hinweise an jede Polizeidienststelle oder an das LKA Niedersachsen unter Tel. 0511 - 26262-7400. Die Polizei warnt eindringlich davor, die Gesuchten anzusprechen. Sie sind vermutlich bewaffnet.