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Tot im Fahrstuhl: Die Anklage lautet auf Mord

In diesem Hochhaus an der Schröderstraße in Buxtehude fand die Bluttat statt (Foto: ab)
bc. Buxtehude/Stade. Der Prozess gegen den mutmaßlichen "Lift-Mörder" von Buxtehude beginnt am Montag, 13. April, um 9.15 Uhr vor dem Landgericht Stade (13. Große Strafkammer). Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Mord. Das teilte Gerichtssprecherin Petra Baars am Montag mit.

Dem 27-jährigen mutmaßlichen Täter wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres einen ihm unbekannten 61-jährigen Mann im Fahrstuhl eines Hochhauses an der Schröderstraße getötet zu haben. Der damals 26-jährige Beschuldigte soll zunächst mit dem Opfer und dessen fünfjährigen Enkel im Lift gefahren sein. Als der 61-Jährige den Fahrstuhl verlassen wollte, soll ihn der Angeklagte nach Angaben von Baars mit einem Messer unvermittelt in den Rücken gestochen haben. Der Enkel musste die Bluttat mit ansehen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte psychisch krank ist und die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat. Im Rahmen der Hauptverhandlung wird die Kammer neben der Frage der Schuldfähigkeit auch prüfen, ob von dem 27-Jährigen weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Ziel der Staatsanwaltschaft ist die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

• Die Kammer hat zunächst vier Verhandlungstermine am 13. April, 23. April, 28. April und am 5. Mai jeweils um 9.15 Uhr anberaumt.