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Video-Vernehmung ohne Öffentlichkeit

bc. Stade. Sehr viel Erhellendes konnten die Zeugen am vierten Tag des Prozesses wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines fünfjährigen Mädchens nicht zur Klärung des Falls beitragen. Sie hätten den Angeklagten zwar im Dorf oder in der Nähe eines Spielplatzes in Drochtersen mit dem Kind gesehen, die ihm vorgeworfene Tat habe aber keiner beobachtet. Im Umgang des Mannes mit dem Kind sei ihnen nichts Verdächtiges aufgefallen. Der 39-jährige Mann sei auch nicht auffällig getorkelt.
Wie berichtet, kann sich der Beschuldigte nach eigenen Aussagen nicht mehr an die angeklagte Tat erinnern, da er zu viel Alkohol getrunken habe. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll der Mann am Abend des 7. August 2015 das Mädchen auf einer Wiese in Drochtersen vergewaltigt haben. Noch am selben Abend wurde er festgenommen, sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Am Mittwoch wurde am Landgericht Stade außerdem eine Video-Aufzeichnung abgespielt, in der das Opfer aussagte. Die psychische Belastung für das Mädchen wäre laut Richter viel zu hoch gewesen, wäre es direkt im Gerichtssaal befragt worden. Die Öffentlichkeit wurde auf Antrag der Nebenklage von der Videovernehmung ausgeschlossen.
Am Dienstag kommender Woche wird die Verhandlung fortgesetzt. Dann soll u.a. die Mutter des Kindes vor Gericht gehört werden.