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Viel zu tun für die Polizei auf dem Pfingstmarkt

bc. Neukloster. Der Pfingstmarkt in Neukloster, eines der größten Volksfeste im Norden, bereitete den Polizeibeamten auch in diesem Jahr viel Arbeit. Nahezu 100.000 Besucherinnen und Besucher ließen es sich an den drei Tagen trotz des unbeständigen Wetters nicht nehmen, über die bunte Meile zu schlendern oder die Fahrgeschäfte zu testen.

Mehr als 50 Beamte aus allen Dienststellen der Polizei im Landkreis inklusive der Hundefrüher der Polizeidirektion Lüneburg schoben Sonderschichten und auch ca. 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk waren vor Ort eingesetzt.

Der Bahnhof Neukloster war mit Beamten der Bundespolizei und zusätzlicher Bahnsicherheit besetzt.

Am Samstagnachmittag wurde eine Bollerwagentour von ca. 350 jugendlichen Teilnehmern aus Apensen durch den Neukloster Forst zum Festplatz begleitet, ohne dass es dabei zu polizeilichen Einsätzen kam. "Leider waren ein Teil der Jugendlichen schon so stark alkoholisiert, dass sie sich unkooperativ gegenüber den eingesetzten Beamten zeigten", berichtete Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

Ein 19-jähriger Jugendlicher aus Harsefeld hatte aus der Menge einen "China-Böller" an den Rand der Menschenmenge geworfen. Dabei wurde eine 18-jährige Buxtehuderin so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus musste. Ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung ist eingeleitet.

Ärgerlich auch: Bei der Tour schmissen die Jugendlichen jede Menge Müll in die Natur. Bohmbach: "Im kommenden Jahr wird es deshalb wohl für eine derartige Veranstaltung deutlich mehr Auflagen durch das Ordnungsamt und die Polizei an den Veranstalter geben."

Am Sonntagnachmittag strömten ca. 150 Besucher aus Neuenfelde, Francop, Finkenwerder und Cranz, die sich in Jork getroffen hatten, zu Fuß nach Neukloster. Die Tour verlief laut Polizei ohne Störungen, obwohl der Alkoholisierungsgrad mit zunehmender Strecker immer größer wurde.

Ca. 200 Jugendliche wurden durch die Beamten unter Jugendschutzaspekten überprüft, 15 Flaschen hochprozentiger Alkohol und zwei Schachteln Zigaretten mussten noch vor Ort vernichtet werden.

Die Zahl der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz lagen im niedrigen Bereich, es mussten drei Anzeigen wegen Handy-Taschendiebstahls und zwei Sachbeschädigungen sowie eine Nötigung aufgenommen werden.

Fünfmal musste die Polizei wegen Streitigkeiten zwischen vorwiegend alkoholisierten jugendlichen Gästen einschreiten, gegen zwölf Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen und zwei junge Männer mussten den Rest der Nacht im Polizeigewahrsam verbringen.

18 Personen wurden nach Schlägereien oder übermäßigem Alkoholgenuss mit dem Rettungswagen abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht werden.