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Wieder Randale am Buxtehuder Bollweg

tk. Buxtehude. Die Hoffnung auf Ruhe und Frieden am Bollweg in Buxtehude und in der Nachbarschaft war vergeblich. Dort werden die Anwohner seit Monaten von einer Gruppe Jugendlicher terrorisiert. Einer der Intensivtäter (15) wurde kürzlich zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das hätte auf die jüngeren Straftäter abschreckend wirken sollen. Diese Hoffnung war wohl trügerisch.

Ein Anwohner vom Bollweg berichtet, dass es am Samstag vor anderthalb Wochen zu einer Eskalation der Gewalt gekommen sei. Nach den anfänglich üblichen verbalen Attacken, wie "du Hurensohn", haben sich nach seinen Angaben plötzlich 14 bis 15 Jugendliche versammelt. Es soll zu einer ersten kleinen Rangelei gekommen sein. Aus der Menge der Jugendlichen heraus soll es Rufe gegeben haben "holt Steine". Einer der offenbar randale-bereiten Kinder soll nach Angaben eines Augenzeugen ein Kantholz gegriffen haben.

Dann traf die Polizei ein. Anwohner berichten, dass vier Streifenwagen mit acht Beamtinnen und Beamten vor Ort gewesen seien, um die Situation zu beruhigen. Einer der Anlieger zum WOCHENBLATT: "Angesichts dieser Eskalation sind wir sprachlos." Wut war bei den Anliegern am Bollweg schon lange im Spiel, manche haben jetzt Angst. Polizeisprecher Herbert Kreykenbohm bestätigt, dass es an diesem Tag zu einem Einsatz der Polizei gekommen ist. "Aufgrund der langen Vorgeschichte haben wir ein besonderes Augenmerk auf den Bollweg", so Kreykenbohm.

Das WOCHENBLATT berichtet seit Monaten immer wieder über die Randale-Probleme am Bollweg. Ein Insider spricht inzwischen davon, dass aus einer ruhigen Siedlung ein echter Brennpunkt geworden sei.

Was für zusätzlichen Zündstoff sorgt: Der 15-jährige Intensivtäter wurde kürzlich verurteilt. Einigkeit vor dem Buxtehuder Jugendgericht herrschte darin, dass der junge Delinquent während seiner zweijährigen Bewährungsfrist eine längere Therapie außerhalb Buxtehudes absolvieren muss. Besser auf einen richtigen Weg bringen als in den Jugendknast, war die Marschrichtung. Der Jugendliche ist aber immer noch in Buxtehude. Für ihn persönlich steht einiges auf dem Spiel: die Rücknahme der Bewährung. Dann hieße es ab in den Knast. Ob das auf die jüngeren Mittäter eine abschreckende Wirkung hätte?