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200.000er-Marke geknackt: Der Landkreis Stade wächst

Harsefeld boomt: Dort entsteht ein Baugebiet nach dem anderen (Foto: jd)
bc/tk/jd. Stade. Im Landkreis Stade leben erstmals mehr als 200.000 Einwohner. Das lässt sich aus der Fortschreibung der Bevölkerungszahlen des Landesamtes für Statistik ableiten, die für den Stichtag 30. September 2015 die Einwohnerzahl für den Landkreis Stade mit 199.322 angibt. Innerhalb des vergangenen halben Jahres aber haben die Gemeinden im Landkreis Stade weiteren Bevölkerungszuwachs verzeichnet, so dass die Marke 200.000 überschritten wurde.

Einer der Expansionsmotoren ist die Kreisstadt Stade, die gnadenlos auf Wachstum setzt, um die strategisch wichtige Marke von 50.000 Einwohnern zu knacken - eine entscheidende Hürde für ansiedlungswillige Unternehmen und bei der Vergabe von Fördermitteln. Derzeit sind laut Einwohnermeldeamt der Stadt 49.090 Menschen in Stade gemeldet. Laut Bürgermeisterin Silvia Nieber habe der Bevölkerungszuwachs drei entscheidende Gründe: Zuwanderung, die Ausweisung von großen Baugebieten (Riensförde) und ein Babyboom.

Auf Expansionskurs ist auch Buxtehude: Die Einwohnerzahl wächst beständig und liegt derzeit bei rund 41.400 Menschen. Im Zeitraum Mai 2014 bis April 2016 steht dem Wegzug von 7.676 Menschen der Zuzug von 8.620 gegenüber. Dabei kommen die Neubürger aus dem gesamten Landkreis Stade (1.400) und Hamburg (1.250).
Vor diesem Hintergrund wird aktuell ein neues Mega-Baugebiet an der Giselbertstraße entwickelt, das einigen hundert Neubürgern Platz bieten wird.

Steigende Einwohnerzahlen kann auch die drittgrößte Kommune im Landkreis, der Flecken Harsefeld, vorweisen: Die Metropole der Geest nähert sich kontinuierlich der 13.000er-Marke. Dabei sah es nach Prognosen von Experten vor ein paar Jahren noch düster aus: Es hieß, Harsefeld wird schrumpfen. Mit der Schaffung von Neubaugebieten wurde eine Trendwende eingeläutet: Gingen Bevölkerungszahlen bis Mitte 2012 noch zurück, steigen sie seitdem wieder an. Harsefeld zählt jetzt gut 700 Einwohner mehr als vor vier Jahren.

Landrat Michael Roesberg sagt dazu: „Die Einwohnerzuwächse bedeuten eine Herausforderung. Wir müssen die Kräfte von Wirtschaft, Kommunen und Politik mit dem Ziel einer gemeinsame Bauland- und Wohnungsbau-Offensive bündeln, weil wir dringend bezahlbaren Wohnraum brauchen, für Neubürger ebenso wie für unsere Familien hier.“

Rechtlich hat die Überschreitung der 200.000-Einwohner-Marke zunächst keine Folgen. Entscheidend ist der Stichtag 30. Juni.