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"Anton jaulte und quiekte nur noch"

Anton war blind. Jetzt ist er tot, weil er sich nicht wehren konnte (Foto: oh)
bc. Buxtehude. Erika B.* (65) ist tieftraurig. Ihr Hund Anton ist tot. Tot, weil ein Dobermann den Kleinpudel angriff und mehrfach in Bauch und Rücken biss. Was für ein Schock für die Frau aus Buxtehude und ihre beiden sechsjährigen Enkelkinder, die alles mitansehen mussten.

Es war Samstagmittag vor einer Woche, als sich die Tragödie ereignete. Wie immer spazierte Erika B. mit den Enkeln und Anton, der seit ein paar Jahren blind ist, auf ihrer Runde durch das Buxtehuder Moor, als ein Mann mit zwei Hunden entgegenkam. Beide Tiere waren zunächst angeleint. Eigentlich alles gut. Doch wenig später griff der mächtige Dobermann Anton an. "Offensichtlich muss der Mann das Tier kurz danach losgemacht haben", erzählt die Frau.

Sie griff dem Dobermann ins Geschirr, doch der war stärker und schubste Erika B. um. "Mindestens drei Mal hat der zugebissen", sagt die Frau, "Anton hat furchterregend gejault und gequiekt." Erst der Hundehalter brachte sein Tier unter Kontrolle. Gemeinsam fuhren sie in die Kleintierklinik nach Harsefeld. Doch retten konnten die Ärzte Anton nicht mehr. Am Sonntag musste Erika B. ihren geliebten Hund, der sie zwölf Jahre treu begleitete, einschläfern lassen.

Erika B. möchte an das Bewusstsein von Tierhaltern mit großen Hunden appellieren: "Bitte haltet eure Hunde an der Leine, wenn kleine Hunde entgegenkommen." Anton liegt jetzt unter der Erde. Er war zu klein, um sich zu wehren.

*Name von der Redaktion geändert