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Ausgebrannte Flüchtlingscontainer in Neukloster werden abgebaut

Die ausgebrannten Container wurden abgebaut (Foto: tk)
Experten klären, ob Flüchtlingsunterkunft im Erdgeschoss noch nutzbar ist

tk. Buxtehude. Die ausgebrannten Flüchtlingscontaier auf dem Parkplatz am Bahnhof in Buxtehude-Neukloster sind am Donnerstag und Freitag abgebaut worden. Dass diese zehn Unterkünfte nicht mehr bewohnbar sind, war nach dem Unglück Mitte August klar. Das Ziel der Aktion jetzt: Experten sollen feststellen, ob die Container im Erdgeschoss noch nutzbar sind oder ob auch sie durch Löschwasser irreparabel beschädigt wurden.



Die Stadt Buxtehude will die Wohncontainer weiter nutzen. Sie sind für insgesamt fünf Jahre gemietet worden. Fachbereichsleiter Ralf Dessel erklärt, dass der große Ansturm von Flüchtlingen zwar nachgelassen habe, aber die Stadt dennoch diese Plätze benötige. "Ein paar Menschen kommen schließlich immer noch zu uns", so Dessel.

Hinzu komme ein finanzieller Aspekt: Der Landkreis zahlt nur die Miete für die Container, wenn sie auch belegt sind. Der Schaden, der bei dem Brand entstanden ist, wird von der Polizei auf mehr als 500.000 Euro geschätzt. Dafür steht eine Versicherung gerade.

Die Polizei hat wenige Tage nach dem Unglück herausgefunden, dass glühende Tabakreste das Feuer ausgelöst haben. Wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, und ein Verursacher dabei identifiziert werden kann, wird sich die Stadt an diesen wenden."Das ist eine grundsätzliche Frage", erklärt Ralf Dessel. Dass ein Geflüchteter diese Riesensumme wird bezahlen können, sei natürlich so gut wie ausgeschlossen. Aber auch in diesem Fall - denn mutmaßlich wird Fahrlässigkeit im Spiel sein - könne der Verursacher eines solch kostspieligen Unglücks per se nicht aus der Verantwortung entlassen werden.