Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bäume ab am Esteufer: Notwendig oder Kahlschlag?

Kahlschlag am Esteufer in Buxtehude oder notwendige Pflegemaßnahme? Die Meinungen darüber gehen auseinander

tk. Buxtehude. "Das ist ein unnötiger und brutaler Kahlschlag." Eine WOCHENBLATT-Leserin ist empört: Entlang des Este-Ufers vom Stadthaus bis zum Wohnmobil-Parkplatz wurden Bäume gefällt, zurückgeschnitten und Büsche weggenommen. Was die Frau aufregt ist für die Verwaltung eine ganz normale Pflegemaßnahme. Tiefbauchef Jörg Rönner: "Die Menschen verstehen das einfach nicht."

"Es stehen nur noch ein paar Büsche", regt sich die Buxtehuderin auf. Sie habe mit Jörg Rönner gesprochen - doch die Arbeiten gingen weiter. Es sei zwar richtig, dass einzelne Kopfweiden auf den Stamm zurückgesetzt wurden, doch ein radikaler Kahlschlag sei zu viel.
So etwas habe die Frau vor 15 Jahren schon einmal am Schützenplatz kritisiert. "Danach ist an vielen Stellen nichts mehr nachgewachsen."

"Das fällt in der Tat auf", sagt Jörg Rönner. Einige morsche Bäume seien komplett gefällt worden, Kopfweiden wurden zurückgeschnitten und Büsche wurden ebenfalls gestutzt. Rönner begründet den Umfang der Arbeiten damit, dass die Gärtner der Stadt keine Zeit haben, um regelmäßig in der gesamten Stadt nur punktuell Pflegemaßnahmen durchzuführen.

Jetzt sei der milde Winter dafür genutzt worden, diese erforderlichen Arbeiten anzugehen. Die beiden Sturmtiefs der vergangenen Monate hätten die Notwendigkeit deutlich gemacht. Einige Kronen seien dabei aus den städtischen Bäumen herausgebrochen.

Die Vermutung mancher Bürger, dass die Fällungen schon die Vorbereitung für den innerstädtischen Deichbau seien, weist Jörg Rönner zurück. "Das hat damit nichts zu tun." Weil die Arbeiten so umfangreich waren, dass ihr Ergebnis kaum zu übersehen ist, könnte es demnächst wieder zu Baum-Debatten in der Politik kommen. Schon mehrfach haben Ratsmitglieder Pflegemaßnahmen als zu umfangreich gerügt.