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Basketball mit Hintergedanken

Sozialarbeiter Daniel Lang (2.v.li.) mit Emad, Jugendleiterin Lea Schlesselmann, Trainer Wojciech Rogacewicz sowie Zabiullah und Moben
bc. Stade. Hinter diesem Angebot steckt mehr als nur Sport. Der Integrationsgedanke ist wesentlicher Bestandteil von „BasKIDball“. Daniel Lang, städtischer Sozialarbeiter, hat das Projekt im vergangenen Jahr nach Stade geholt. Mit Erfolg, wie sich mittlerweile sagen lässt.
An diesem Dienstagnachmittag werfen zwölf Jugendliche Körbe in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule. Eine ganz bunte Truppe aus fast allen Stadtteilen und aus ganz unterschiedlichen Nationen. Vier davon sind Flüchtlinge, teilweise sind sie ohne Eltern nach Deutschland gekommen. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien und dem Iran und fühlen sich in dem Team offensichtlich pudelwohl.
BasKIDball richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen, die Lust haben, Basketball zu spielen, aber nicht gleich in einen Verein eintreten wollen. Dahinter steht das Konzept der sogenannten offenen Turnhalle. Nach dem Prinzip: Wer kommt, der kommt! Mitmachen kostet nichts. Die Halle soll ein Ort zum Austausch, ein Treffpunkt und Bindeglied zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, verschiedener sozialer Herkunft und Konfession sein. Daniel Lang: „Mittlerweile hat sich ein fester Stamm bei den Jüngeren von ungefähr zwölf Kindern gebildet, bei den Älteren sind es ca. 15 bis 20 Jugendliche.“ Insgesamt hat Daniel Lang bereits 60 Teilnehmer gezählt. Vor allem in der Anfangszeit waren es noch wesentlich mehr Flüchtlingskinder. Das hat etwas abgenommen.
Die Aktion BasKIDball gibt es seit zehn Jahren. Träger ist der Verein „Innovative Sozialarbeit“ (iSo), der auch standortübergreifende Turniere organisiert. In diesem Jahr ging es für das Stader Team bereits einmal nach Frankfurt. Schirmherr von BasKIDball ist der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki. Stade ist deutschlandweit der 17. Standort von BasKIDball.