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Baustart A26: Wie Sie sehen, sehen Sie nichts

Wo Anfang September noch der Spatenstich stattfand, hat die Natur jetzt wieder Ruhe
bc. Buxtehude/Rübke. Der groß angekündigte Baustart der A26 zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf-Rübke lässt auf sich warten: Noch ist nicht raus, welches Unternehmen mit der Mega-Maßnahme beginnen wird. Eigentlich sollten hier seit dem 7. Oktober Baufahrzeuge rollen und u.a. eine Baustraße von Rübke bis zur Este anlegen sowie ein Brack am Deich zwischen Buxtehude und Jork-Moorende zuschütten. Daraus wurde offenbar nichts: Wie sie sehen, sehen sie nichts! "Bis wir den Auftrag vergeben können, dauert es noch vier Wochen", bestätigt Straßenbauamtsleiter Hans-Jürgen Haase dem WOCHENBLATT.

Hintergrund: Das komplizierte Ausschreibungsverfahren liegt bei der Vergabekammer der Regierungsvertretung Lüneburg. Haase erklärt: "Wenn man ausschließlich auf den Preis geguckt hätte, hätten wir uns für ein anderes Unternehmen entscheiden müssen. Doch das Bauverfahren, dass diese Firma angeboten hat, erscheint uns ungeeignet." Es geht um spezielle Techniken, wie der moorige Untergrund für den Bau einer Autobahn-Brücke über die Este vorbereitet wird. Das günstigere, aber unterlegene Unternehmen hat laut Haase nun Einspruch bei der Vergabekammer eingelegt. In vier Wochen fällt die Kammer eine Entscheidung. Haase: "Wir gehen davon aus, dass sie in unserem Sinn ausfällt und wir noch im November starten können."

Warum die Behörde bereits Anfang September zum Spatenstich einlud, bleibt vielen ein Rätsel. Rübkes Ortsvorsteher Uwe Klindtworth hat dazu eine klare Meinung: "Das war eine reine Wahlkampfveranstaltung."

• Der 3. Bauabschnitt der A26 ist 4,1 Kilometer lang. Zum Projekt gehören vier Überführungen und sechs Unterführungen, außerdem müssen zwei Hochspannungsleitungen verlegt werden. 105 Millionen Euro soll der Abschnitt kosten. Geplante Fertigstellung: im Jahr 2020.