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Bello muss auf dem Deich an die Leine

Nicht angeleinte Hunde stören die Schafbeweidung auf dem Deich (Foto: Schmidt/Montage: MSR)
(bc). Überaus positiv fällt die Bilanz von Kreisbaurat Hans-Hermann Bode nach den zwölf Herbstdeichschauen im Landkreis Stade aus: „Die insgesamt 178 Kilometer langen Deiche an der Elbe und den Nebenflüssen Este, Lühe, Oste und Schwinge sind in einem guten und wehrfähigen Zustand.“ Mit der Arbeit der Deichverbände sei er sehr zufrieden. Was insbesondere auffällt: Nach dem Führungswechsel ist es in der 2. Meile ruhiger geworden. Die Zusammenarbeit wird zunehmend konstruktiver.
Bode lobt vor allem auch das Engagement der Ehrenamtlichen. Sie seien in Kooperation mit den Deichbehörden des Landes (NLWKN) und des Landkreises hauptverantworlich für die gute Qualität der Deiche. Auf zwei Probleme weist die Kreisverwaltung als Untere Deichbehörde trotzdem hin.
• Schwierigkeiten bereiten vor allem Hundehalter, die ihre Tiere unangeleint auf den Deichen herumlaufen lassen. Zum einen stören sie die Schafbeweidung - zwei Fälle aus der jüngeren Vergangenheit sind bekannt, wo Schafe durch Hunde sogar zu Schaden gekommen sind - und zum anderen buddeln sie teilweise tiefe Krater in den Schutzdamm. Von den Problement der vielen Hundehaufen ganz abgesehen. „Dabei herrscht auf dem Deich eine ganzjährige generelle Anleinpflicht“, sagt Heiko Köhnlein, Leiter des Umweltamtes beim Landkreis.
• Ein weiteres Problem ist die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes (das WOCHENBLATT berichtete), das Schäfer und Deichverbände vor allem im Alten Land vor Schwierigkeiten stellt. Fressen Schafe das giftige Kraut, können sie daran verenden. Der Deichverband der 2. Meile hat bereits Probleme, sein Mähgut als Futter loszuwerden. Dadurch gehen auch Einnahmen verloren. Eine einheitliche Bekämpfungspflicht gibt es bisher nicht - weder auf Landes- noch auf Bundes- oder europäischer Ebene.