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Bollweg in Buxtehude: Randale war gestern

Hier wird am 7. Februar der Ort der Begegnung eingeweiht. Der Name "Unser Viertel"
bc. Buxtehude. Bevor die Situation am Bollweg wieder eskaliert, will die Stadt Buxtehude lieber aktiv agieren. Gemeinsam mit der "Deutsche Annington", Deutschlands größter Vermietungsgesellschaft, hat die Verwaltung einen Ort der Begegnung in einem Mehrfamilienhaus (Nr. 50 bis 58) in dem Problem-Viertel geschaffen. "Unser Viertel" wird es heißen und am Samstag, 7. Februar, offiziell eröffnet. "Wir wollen das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner im Quartier stärken. Die Bürger können sich aktiv in die Stadtentwicklung einbringen", erklärt Jugendamtsleiterin Andrea Lange-Reichardt das Konzept.

Wie berichtet, terrorisierte im vergangenen Jahr eine Jugendgang die Gegend rund um den Bollweg monatelang. Die Lage eskalierte, als ein Carport an der Rübker Straße in Flammen aufging und die Terror-Kids in Verdacht gerieten. Die Stadt hat seitdem viele Gespräche geführt. Ein damals 16-jähriger Intensivtäter, der als Boss der Gruppe galt, lebt mittlerweile nicht mehr in Buxtehude, sondern ist in einer Jugendhilfeeinrichtung in Niedersachsen untergebracht. Derzeit herrscht weitgehend Ruhe.

Was für die Stadt nicht bedeutet, dass jetzt alles gut ist. Prävention ist das Stichwort. "Wir haben uns gefragt, was wir als Stadt tun können", sagt Lange-Reichardt. Zur Erklärung: Vermehrt kamen über den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) Meldungen von Kindeswohlgefährdung im Stadthaus an, insgesamt stieg der städtische Unterstützungsaufwand für die Menschen am Bollweg.

Gemeinsam mit der Grundschule an der Harburger Straße, der Kindertagesstätte am Schäferkamp und dem NSB-Obstkindergarten sowie der IGS ist die Stadt nun dabei, ein Nutzungskonzept für das Stadtteilzentrum zu entwickeln, das ohne die Unterstützung der "Deutsche Annington" nicht möglich gewesen wäre. Die Vermietungsgesellschaft stellt eine 70 Quadratmeter große, komplett renovierte Wohnung kostenfrei zur Verfügung.

Nach dem Vorbild des Stieglitzhauses sowie des Familien-Bildungs-Zentrums am Rotkäppchenweg wird die Stadt in einem etwas kleineren Rahmen am Bollweg zusammen mit den Kooperationspartnern und den Bewohner diverse Kurse, Treffen und andere Veranstaltungen anbieten. Das wird der Mutter-Kind-Treff sein, Sprach- und Nähkurse, Sportangebote, etc.

Eine Honorarkraft wird an drei Tagen pro Woche vor Ort sein. Geplant ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 13 Uhr. An zwei Nachmittagen werden Jugendarbeiter da sein, wahrscheinlich dienstags und donnerstags jeweils von 15 bis 18 Uhr.

• Die Einweihungsfeier am 7. Februar beginnt um 11 Uhr und endet um 15 Uhr.