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Büffeln statt "Party machen"

Lars Albrecht ist stolz auf sein Stipendium

jd. Buxtehude. Handwerker will nach Lehre die Schulbank drücken.

Nach Abschluss der Lehre erst mal ordentlich "Kohle machen" - So denken immer noch viele Azubis, wenn sie ihren Gesellenbrief in der Tasche haben. Geldverdienen ist wichtiger als Lernen, sagt sich so mancher Berufsanfänger. Doch mit dieser Einstellung lässt sich immer schwerer die Karriereleiter erklimmen. Wenn dann mit Anfang, Mitte 30 die Einsicht kommt, dass sich mit einer fundierten Ausbildung bessere Chancen im Job bieten, ist es oft zu spät. Lars Albrecht (22) hat diese Einsicht schon jetzt: Während seine Altersgenossen am Wochenende "Party machen", wird der frischgebackene Trockenbaumonteur fleißig büffeln. Er hängt direkt an seine Lehre zwei Jahre Bautechniker-Schule dran.

"Ich will später beruflich nicht auf der Stelle treten", begründet Albrecht seine Entscheidung, noch einmal tagtäglich die Schulbank zu drücken. Sein Berufsziel hat der junge Mann fest im Blick: "Ich möchte als Bauleiter arbeiten." Das sei eine abwechslungsreiche Tätigkeit und außerdem komme man viel herum, meint Albrecht, der sich auch vorstellen kann, ins Ausland zu gehen. Er habe bereits ein "Europass"-Praktikum in Dänemark absolviert. "Eine tolle Sache", schwärmt Albrecht.

Dass es ihm nicht schwerfällt, sich auf den Hosenboden zu setzen und ordentlich zu pauken, hat Albrecht bereits bewiesen: Er absolvierte die Berufsschule mit dem zweitbesten Notendurchschnitt. So viel Fleiß wird belohnt: Für die zweite Stufe seines Karriere-Sprungbretts erhält der Handwerker ein Stipendium der Hamburger "Henri-Benthack-Stiftung".

Das Geld der Stiftung investierte Albrecht bereits in seine berufliche Zukunft: Er schaffte sich die für die Ausbildung erforderliche AutoCad-Software, das passende Notebook sowie jede Menge Fachbücher an. Auch der Arbeitgeber, die Buxtehuder Firma "Peters Brandschutztechnik", unterstützt den Lerneifer des jungen Mitarbeiters: Albrecht behält seinen Job, wird aber freigestellt, damit er wieder zur Schule gehen kann.