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Bürgermeisterin wirbt für Tafel-Arbeit

Bürgermeisterin Silvia Nieber (li.) und die ehrenamtliche Helferin Annemarie Scharrer bei der Lebensmittel-Ausgabe (Foto: bc)
Arbeit der Ausgabestellen hat sich stark verändert

bc. Stade. Hätte Silvia Nieber (SPD) nicht die vergangenen drei Jahre schon regelmäßig bei der Stader Tafel mitgeholfen, man könnte den Eindruck bekommen, dieser Fototermin hat etwas mit der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr zu tun. "Nein", sagt Nieber. Sie wolle auf die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen aufmerksam machen. Am Dienstag teilte Nieber mit anderen Tafel-Helfern Lebensmittel an Bedürftige aus, die über einen Berechtigungsschein verfügen.
Die Arbeit der Tafel habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, sagt Peter Scharrer, einer der Leiter der Ausgabestelle in Stade am Schwingedeich. Das Publikum sei früher ein anderes gewesen - Scharrer schätzt, dass mittlerweile 70 Prozent der Kunden einen Migrationshintergrund haben - und auch das Warenangebot habe sich deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus sei der Ansturm immer größer geworden.
Zu Hochzeiten vor zwei Jahren standen an einem dreistündigen Termin ca. 150 Kunden Schlange, um an Lebensmittel zu gelangen. Die Konsequenz daraus: Mittlerweile dürfen sich Bedürftige nur noch alle zwei Wochen versorgen, früher war es jede Woche. Andernfalls reichen die Lebensmittel nicht aus.
Was zudem immer bei den Tafeln gebraucht wird, sind ehrenamtliche Helfer. Peter Scharrer: "Wir benötigen vor allem Fahrer."