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Bullen-Preisträgerin Lauren Oliver zu Gast in Buxtehude

Ihr Weg zum Schreiben begann mit Lesen: Lauren Oliver plauderte entspannt über ihre Arbeit als Schrifstellerin

tk. Buxtehude. Selten passte der freche Buxtehude Slogan "Buxtehude - Paris - New York" besser, als zum Auftritt von Lauren Oliver, der aktuellen Preisträgerin des Jugendliteraturpreises "Buxtehuder Bulle", den sie für "Delirium", den ersten Band einer Trilogie bekam.

Die US-Autorin kam aus Paris an die Este und wird nach einem weiteren Abstecher an die Seine-Metropole zurück nach nach New York reisen. Außer der kiloschweren "Bullen"-Plastik nahm sie originelle Eindrücke aus der Estestadt mit. "Es sieht hier aus, wie in einem Wintersportort", war Lauren Olivers erste Impression vom leicht verschneiten Buxtehudes. "So schön müsste es in ganz Deutschland sein", schmeichelte sie ihren Gastgebern und gab dabei ehrlich zu, selbst gerne "Komplimente zu fischen".
Den Kontakt mit Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt am Abend zuvor hatte die Schriftstellerin so gut verkraftet, dass sie am Donnerstagmorgen gut gelaunt und locker mit Schülern am Gymnasium Süd plaudern konnte.
Schriftstellerin sei sie unter anderem deswegen geworden, weil sie als Kind immer traurig war, wenn die Geschichte in einem Buch endete. Ihre ersten literarischen Gehversuche waren daher auch Fortsetzungen ihrer Lieblings-Stories.
Das Schreiben eines guten und spannendes Buchs, erzählte Lauren Oliver den Schülerinnen und Schülern, sei etwas, das sie habe lernen müssen. Die Autorin musste etwa lernen, berechtigte Kritik anzunehmen, überzogene Mäkelei nicht an sich herankommen zulassen. Ihre ersten literarischen Gehversuche wollte noch kein Verlag veröffentlichen.
In ihrem "Bullen"-preisgekrönten Buch "Delirium" geht es um Lena, die kurz davor steht, mittels eines kleinen Eingriffs die Fähigkeit zu lieben für immer zu verlieren, denn Liebe gilt als gefährliche Krankheit. "Gute Bücher handeln vom Tod oder der Liebe", sagt Lauren Oliver. Weil sie vorher ihr erstes erfolgreiches Buch über den Tod geschrieben hatte, habe sie für den ersten Band der Trilogie um Lena das Thema Liebe gewählt.
Dass die Wirklichkeit ihr Buch irgendwann einholen könnte, will US-Autorin Lauren Oliver nicht ausschließen. Wenn Forscher daran arbeiten, die Regionen im Hirn zu erforschen, die für Liebe und Gefühle verantwortlich sind, werde der Weg zu Pillen für oder gegen ganz große Gefühle auch nicht mehr ganz weit entfernt sein.
• Außer "Delirum" ist im Carlsen Verlag auch der zweite Band "Pandemomium" erschienen. Das dritte Buch der Reihe wird im März zuerst in Englisch auf dem US-Markt herauskommen.
"Delirum" (ISBN 978-3-551-58232-4) kostet als Hardcover 18,90 Euro.