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Buxtehude: Das Treffen der "sanften Riesen"

Sie möchten lieber toben als still sitzen: die majestätischen Doggen des Clubs und ihre Besitzer. Mittendrin: Mischling "Doris" (2. v. li.), die sich zwischen den langbeinigen Hunden richtig wohl fühlt

"Deutscher Doggen Club" in der Hansestadt eröffnet Saison

ab. Buxtehude.
Doggen sind schüchtern und zurückhaltend im Wesen, gehorsam und ein wenig schreckhaft - soweit das Klischee. Bestätigen kann das Kristin Zander, Mitglied des "Deutscher Doggen Club Buxtehude", nicht. "Doggen müssen genauso erzogen werden wie alle anderen Hunde auch", sagt sie. "Wenn ich meinen Hund nicht im Griff hätte, würde er mich, sobald er losstürmt, hinter sich herziehen wie ein Fähnchen im Wind." Kein Wunder - Kristin Zanders Dogge "Pablo" ist 90 Zentimeter hoch und wiegt 80 Kilo und damit einiges mehr als ihr schlankes Frauchen. Dafür verschlingt der langbeinige Geselle aber auch bis zu zweieinhalb Kilo Futter pro Tag.

Dass Doggen bei aller Kraft und Größe dennoch ein sanftes Wesen haben, bestätigt nahezu jedes Mitglied des Clubs. Ab April treffen sich die Fans der "sanften Riesen" wieder jeden Sonntag gegen 14 Uhr auf dem Hundeplatz zwischen Buxtehude und Moorende. Einige kommen dazu von weit her - Kristin Zander reist mit "Pablo" extra aus Otter (Landkreis Harburg) an.

Auch Raphaela Wontorra und Jutta Künzel legen viele Kilometer zurück: Sie wohnen in Soltau. "Es gibt wenige Doggenclubs in der Umgebung. In Bremen wäre noch einer gewesen, aber wir haben uns für Buxtehude entschieden", sagt Jutta Künzel. Sie und ihre Frau sind 2001 von Dackel auf Dogge umgestiegen. "Das hat sich einfach ergeben und jetzt sind wir ,infiziert'", sagt sie und schwärmt: "Doggen haben ein tolles Wesen." Für die beiden Frauen ist die 14 Monate alte "Jariba" bereits die dritte Dogge.

"Doggen werden im Schnitt acht Jahre alt, einige werden auch 13. Aber viele kommen über ein Alter von sechs Jahren nicht hinaus", weiß die Erste Vorsitzende Tatjana Lüdden. Wie alle großen Rassen neige die Dogge zu Hüftgelenksdysplasie und sei teilweise auch verzüchtet und gesundheitlich anfälliger. Außerdem dürfen die Welpen nicht zu schnell wachsen, das gehe auf die Knochen. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es einer Futteranalyse. Tatjana Lütten ist ausgebildete Hundetrainerin. Sie bietet neben ihrem eigentlichen Beruf beim "Deutscher Doggen Club Buxtehude" individuelles Training für Hund und Besitzer an, auch Mantrailing und Einzelunterricht.

• Den "Deutscher Doggen Club" gibt es schon lange: Er wurde 1888 in Berlin gegründet, der Ableger in Buxtehude kam im Jahr 2001 dazu. Willkommen sind bei den rund 35 Mitgliedern Hunde aller Rassen. Termine, weitere Infos sowie Kontaktdaten stehen auf der Homepage unter www.ddc-ortsgruppe-buxtehude.de.