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Buxtehude: Die Ausbeutung von Menschen und Umwelt stoppen

Annette Lüders vom Weltladen in Buxtehude und alle ehrenamtlichen Mitarbeiter bieten am Samstag unter anderem ein Faires Frühstück an

Weltladen-Tag am 12. Mai mit Infos, fairem Frühstück und einer Unterschriftenkampagne

ab. Buxtehude.
Annette Lüders (71) engagiert sich seit 26 Jahren für den Weltladen in Buxtehude, inzwischen ist sie Vorsitzende des Vereins "Eine-Welt-Werkstatt für Entwicklung, Frieden und Ökumene". Zum bundesweiten Weltladen-Tag bieten sie und weitere Mitarbeiter am Samstag, 12. Mai, von 10 bis 13 Uhr ein faires Frühstück an. Interessierte können sich außerdem über alles rund um den Weltladen informieren und Produkte probieren. Außerdem wird eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Ausbeutung von Menschen und Umwelt zu stoppen. 

"In der Wirtschaft geht es häufig unfair zu", sagt Annette Lüders. Auch deutsche Unternehmen seien immer wieder an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt oder profitierten davon. Damit Menschenrechte und Arbeitsstandards eingehalten werden, müsse die Politik eine Verbindlichkeit schaffen, so Lüders. Dazu bedürfe es strengerer Regeln.
"Wir freuen uns über jedes Produkt, das wir in unserem Weltladen verkaufen", sagt sie. Zwar werden faire Produkte auch in anderen Geschäften angeboten, aber "bei uns steht der Produzent, beispielsweise der Kleinbauer, im Mittelpunkt."

Das Angebot im Weltladen reicht mittlerweile von Lebensmitteln wie Kaffee und Schokolade über Schmuck und Geschenkartikeln bis hin zu Geschirr, Textilware und Taschen. Mit unterschiedlichen Aktionen gestaltet der Buxtehuder Weltladen seine Palette noch vielfältiger: So gibt es ein "Bio-Bananen-Abo" von BanaFair oder mal einen Monat lang fair produzierte Sneaker (das WOCHENBLATT berichtete).

Von den Umsätzen des Weltladens könne keiner leben, in anderen Städten gebe es allerdings große Weltläden mit hauptberuflichen Mitarbeitern. Beim Buxtehuder Weltladen engagierten sich jedoch alle zu 100 Prozent ehrenamtlich, erläutert Annette Lüders.
Die frühere medizinisch-technische Assistentin hatte im Weltladen begonnen, als damals Helfer gesucht wurden. Seitdem ist sie dabei. "Fairer Handel ist meiner Meinung nach extrem sinnvoll. Sich einzubringen, ist ein kleiner Beitrag", sagt die Vorsitzende und ergänzt: "Wenn es nach mir ginge, könnte alles fair gehandelt werden."

Von einer Regionalkonferenz der Weltläden hat Annette Lüders ein paar Zahlen mitgebracht: 7,5 Milliarden Menschen leben auf der Welt, davon hungern ca. 800 Millionen. "Der faire Handel erreicht lediglich 1,2 Millionen Menschen." Lüders fordert: "Um mehr Menschen zu unterstützen, muss sich die Politik stärker einbringen."

• Der Weltladen-Tag startet am 12. Mai um 10 Uhr beim Weltladen in Buxtehude, St.-Petri-Platz 7. Mehr unter www.weltladen.de.