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Buxtehude: Die Rolle der „Maria“ ist heiß begehrt

Mit großer Freude üben die jungen Darsteller das Krippenspiel ein

St. Paulus Kirche wird zur Bühne: Diakonin Ilse Mörchen probt das Krippenspiel

ab. Buxtehude.
Die Aufregung in der St. Paulus-Kirche in Buxtehude ist groß: Es wird mit Mikrofon geprobt! Als die zwölf jungen Darsteller das hören, hüpfen sie fröhlich durcheinander. Sie üben das Krippenspiel für den morgigen Weihnachtsgottesdienst an Heiligabend in der Kirche ein. Jetzt herrscht schon beinahe eine Atmosphäre wie beim richtigen Auftritt: Durch das Mikrophon hallen die Kinderstimmen meist klar und deutlich durch das Kirchenschiff. Das Ausprobieren macht Spaß: Nicht alles, was gesagt wird, hängt mit dem Krippenspiel zusammen.

Alle Kinder, die mitmachen, nehmen sonst sonntags am Kindergottesdienst der Gemeinde teil. „Die Verteilung der Rollen ist nicht ganz einfach“, sagt Diakonin Ilse Mörchen. „Viele wollen die Maria sein oder der Engel, der eine Sprechrolle hat. Es gibt es immer mehr ,Bewerber' als Rollen. Einige Kinder müssen dann auf das nächste Jahr vertröstet werden.“ Ilse Mörchen führt bereits seit neun Jahren beim Krippenspiel „Regie“: Sie gibt Tipps, rät, lauter zu sprechen oder langsamer zu gehen. Außerdem zeigt sie den kleinen Engeln, Herbergsvätern, Hirten, Königen und Maria und Josef, wo während des Gottesdienstes der große Weihnachtsbaum stehen wird sowie die Holzfiguren, die szenisch die Ankunft der Heiligen drei Könige zeigen. Denn darauf müssen die Darsteller später vorbereitet sein.

Auch hinter dem Kirchenaltar soll möglichst niemand entlanggehen - die Gäste können die Kinder sonst nicht mehr sehen. Geduldig ruft Ilse Mörchen die vier- bis zehnjährigen Darsteller zur Räson, wenn es während der Probe zu lebendig in der Kirche zugeht. Denn die Kinder sind mit Feuereifer dabei.

Verfasst haben das Krippenspiel diesmal Maria und Hanna Nicolausen, zwei 13-jährige Konfirmandinnen aus Buxtehude. Damit sie rechtzeitig ihren Text lernen konnten, haben die Kinder das „Skript“ bereits am ersten Advent bekommen.

Darsteller Jimmy hatte Glück: Er darf den Engel spielen, der den Hirten erscheint. „Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass dieser Engel früher durch die Kirche schweben durfte“, erzählt er. „Darum wollte ich die Rolle haben.“ Dass in der St. Paulus-Gemeinde nicht geschwebt wird, findet Jimmy zwar schade, den Engel gibt er trotzdem gerne.

• Wer die engagierten jungen Laienschauspieler live erleben möchte, hat am Sonntag, 24. Dezember, im Weihnachtsgottesdienst um 14 Uhr in der St. Paulus-Gemeinde (Finkenstraße 53) Gelegenheit dazu. Weitere Weihnachtsgottesdienst-Termine in dieser Ausgabe.