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Buxtehude: Ein Schulweg mit großem Risiko

Schulweg mit Gefahren: Genervte und rücksichtslose Autofahrer erschweren vielen Grundschülern täglich das Überqueren der Altländer Straße

Gefahrenpotenzial an der Altländer Straße durch rücksichtslose Autofahrer


ab. Buxtehude. ab. Buxtehude. Kinder, die wartend am Straßenrand stehen, sind für viele Autofahrer trotz Tempo-30-Zone kein Grund, langsamer zu fahren, geschweige denn, anzuhalten. Diese Rücksichtslosigkeit bekommen die Grundschüler aus den Wohngebieten Königsdamm und Petersmoor auf ihrem Weg in die Buxtehuder Rotkäppchenschule zu spüren - besonders bei der Überquerung der Altländer Straße. Darum haben sich einige Mütter jetzt an das
WOCHENBLATT gewandt: Sie hatten einen Artikel über die Verkehrsprobleme in der Orchideenstraße vor der Kita der Lebenshilfe gelesen. Auf der Straße wurden inzwischen zwei Geschwindigkeitsstopper angebracht.

„Wer an der Altländer Straße steht, hat kaum eine Chance, sie zu überqueren“, sagt Anja Scheffner, Mutter eines sechsjährigen Sohnes, Schüler an der Rotkäppchenschule. Vor allem morgens zu Stoßzeiten sei das Problem auf der stark befahrenen Straße groß, erklärt Stephi Sarinski, ebenfalls Mutter. „Die Straße hat zwar eine Erhebung an der Querungsstelle, eine Art Berliner Kissen“, sagt sie. „Aber dadurch, dass die Autofahrer ständig hinter am Straßenrand parkenden Fahrzeugen halten müssen, sind sie irgendwann so genervt, dass sie nur noch aufs Gas drücken“, hat sie beobachtet.

Auch die Schüler, die die Ecke Poststraße/Altländer Straße passieren, müssen mit Verkehrsrowdys zurechtkommen. An der Kreuzung dort sind die Verkehrsverhältnisse extrem unübersichtlich. „Die Kinder wissen oft nicht, wer fahren oder gehen darf“, sagt eine besorgte Mutter. Für die Grundschüler, die den Schulweg alleine meistern, muss dringend eine Lösung gefunden werden.
„Ich habe schon häufiger bei der Stadt vorgesprochen“, sagt Sarinski. Die Chancen, dass sich etwas ändert, seien gering.

„Innerhalb einer Tempo-30-Zone entfallen Zebrastreifen“, erklärt der stellvertretende Fachbereichsleiter Klaus Huhn von der Buxtehuder Stadtverwaltung. Zwar gebe es diese Kombination, doch handele es sich dabei um Zebrastreifen an einer Straße, an der nachträglich Tempo 30 eingeführt wurde. „Die Altländer Straße ist an der Stelle gut einzusehen“, fügt Huhn hinzu. Eine aus seiner Sicht umsetzbare Lösung sind Schüler- bzw. Elternlotsen.

„Lotsen sind eine gute Alternative“, sagt Sigfried Häussler von der Buxtehuder Verkehrswacht. „Eltern, die sich engagieren möchten, weisen wir gerne ein.“ Erst vor Kurzem habe er in einem anderen Stadtteil Eltern mit dem nötigen Wissen und Material ausgestattet. Am besten lasse sich dies über die Schule und den Schulelternrat regeln. „Interessierte können mich auch gerne direkt kontaktieren“, bietet Häussler an. Er ist per E-Mail unter sigi.haeussler@t-online.de zu erreichen.