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Buxtehude: Ein tolles Zuhause für "Sammy"

Karsten Schermer und Rüde "Sammy"

Nach WOCHENBLATT-Artikel ein Happy End für den „Problemhund“

ab. Buxtehude.
Wer Karsten Schermer in Buxtehude jetzt besucht, wird seit gut zwei Wochen fröhlich und neugierig von „Sammy“ empfangen. Der angebliche Problemhund hat dort nach einem Aufruf im WOCHENBLATT ein schönes, neues Zuhause gefunden.

Bis „Sammy“ zu seinem neuen Herrchen kam, war er ein „Wanderpokal“. Ein Besitzer gab ihn nach einem Jahr in den Tierschutz zurück, bei den aktuellen Haltern musste er so dringend weg, dass er kurzfristig in einer Pflegestelle unterkam.

„Meine Mutter hatte den Artikel über ,Sammy' gelesen“, erzählt der 29-Jährige. „Sie fragte mich, ob ich nicht einen zweiten Hunde aufnehmen wolle.“ Sie selbst habe „Sammy“ sofort ins Herz geschlossen, habe aber einen Vierbeiner, der sich nicht mit jedem anderen Hund verstehe.

Anders ist da „Cathy“, die einjährige Rumänien-Hündin, die Karsten Schermer im Februar zu sich genommen hatte. „Obwohl sie sich gut mit anderen Hunden verträgt, habe ich eine ganze Weile überlegt, ob ich mir einen zweiten Hund zulege“, erinnert sich der Reklamationssachbearbeiter. Dann habe er zum Hörer gegriffen und schon am Tag darauf sei „Sammy“ zu Besuch gekommen. „Das hat so gut geklappt, dass ich nur noch sagen konnte: Lass ihn gleich da.“

„Sammy“ komme mit Menschen sehr gut zurecht, „meine achtjährige Tochter liebt er“, sagt Schermer. Einen Problemhund könne er in dem Vierbeiner beim besten Willen nicht entdecken. „Bei seinen Vorbesitzern war ,Sammy' anscheinend häufig alleine. Sobald ich in den ersten Tagen die Leine in der Hand hielt, fing er sofort an, hyperaktiv zu werden.“ Möglicherweise aus Angst, dass nur „Cathy“ und nicht er zum Spaziergang mitgenommen werde.

„Was der Hund alles erlebt hat, weiß ja niemand. Aber gut kann es nicht gewesen sein.“ An mehreren Stellen trägt der kräftige Rüde Narben, auch unter dem rechten Auge. „Vermuten würde ich, dass er zu Hundekämpfen abgerichtet wurde. Denn sobald ich ihm ein breites Halsband umlege, wirft er sich in eine Art Kampfpose“, sagt Schermer.

Was er dem verschmusten Vierbeiner noch abgewöhnen möchte, ist das „Pöbeln“ an der Leine, sobald „Sammy“ einen anderen Hund sieht. „Es ist schon wesentlich besser geworden“, meint sein neues Herrchen. „Mit Geduld und Liebe werde ich ihm jetzt weiter Grenzen setzen.“

Bis sich „Sammy“ seine Unart abgewöhnt hat, da ist sich Schermer sicher, wird noch einige Zeit vergehen. Doch der Hunde-Fan weiß: „Wenn ich mir dafür keine Zeit nehme, kann mein Hund es nicht lernen.“