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Buxtehude: Eiskalte Belohnung für junge Wähler

Schon mal ein kleines Eis vorweg gönnt sich Diakonin Ilse Mörchen

Aktion "KircheMitEis": St. Paulus-Gemeinde bekommt 20 Kilo Eis aus Hannover

ab. Buxtehude.
"Wir waren total überrascht davon, dass wir diesen Preis bekommen haben", sagt Ilse Mörchen, Diakonin der St. Paulus-Gemeinde aus Buxtehude. Die Kirchengemeinde erhält 20 Kilo Speiseeis von der Hannoverschen Landeskirche. Um möglichst viele junge Wähler an die Urnen zu bekommen, hatte die Landeskirche mit der Aktion "KircheMitEis" 20 Kilo Speiseeis als Preis für die Kirchengemeinde mit der höchsten Beteiligung ausgelobt.

"Eigentlich ging es ja um den Prozentsatz: In welcher Gemeinde es prozentual gesehen die meisten Jungwähler gibt, die sollte gewinnen." Erstplatzierte ist mit hundert Prozent Wahlbeteiligung Klein Schneen bei Göttingen: Dort gingen alle fünf Teenager im Alter von 14 und 15 Jahren wählen. Zweite wurde mit 80 Prozent Eickenrode bei Peine, gefolgt von Steina im Harz mit 75 Prozent.

"Vielleicht ist beim Auszählen aufgefallen, dass mit 29 Teenies in unserer Gemeinde die meisten Jugendlichen wählen gegangen sind - auch wenn das von 171 Mitgliedern im Alter zwischen 14 und 15 Jahre kein so hoher Prozentsatz ist", sagt Mörchen. Darum gibt es aber jetzt für die Hanseaten eine Extra-Portion.

Um bei dem Eis-Wettbewerb mitmachen zu können, hatte die Diakonin eine Liste ausgefüllt und eingereicht. Möglicherweise gebe es Gemeinden mit einer höheren Wählerzahl, die sich nicht beworben hätten, sagt sie. Mit dem Ergebnis der St. Paulus-Gemeinde ist Ilse Mörchen aber zufrieden. Das Eis selbst werde für diese Aktion exklusiv als Sorte "KircheMitEis" hergestellt.

Eigentlich sollte der eisige Gaumenschmaus zur Einführung des neuen Vorstands am 27. Mai geliefert werden. "Doch jetzt kommt es etwas früher, sodass unsere frisch konfirmierten Jugendlichen das Eis am 26. Mai schon genießen können."

Dass ab jetzt im Alter von 14 Jahren gewählt werden darf, findet die Diakonin sinnvoll. "Schließlich erklärt die Kirche die Jugendlichen durch die Konfirmation mit 14 Jahren als mündig, darum sollten sie in dem Alter auch wahlberechtigt sein."

Zum ersten Mal durften sich in diesem Jahr ab 14-Jährige an der Wahl des Kirchenvorstandes beteiligen. Insgesamt 56.000 Jugendliche unter 16 Jahre gingen in Niedersachsen zu den Urnen.