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Buxtehude: Endlich ausziehen aus der "Gruft"

Glücklich, bald umziehen zu können: Irene Pagels und Kater "Max"
Krebskranke Buxtehuderin findet mit WOCHENBLATT-Hilfe neue Bleibe

ab. Buxtehude.
ab. Buxtehude. Der Jubel war groß: Als vor wenigen Tagen bei Irene Pagels (68) in Buxtehude das Telefon klingelte, traute sie ihren Ohren kaum. Sie erhielt die Zusage für eine neue Wohnung! „Das war mehr als Glück“, freut sich die Rentnerin. „Endlich kann ich ausziehen.“ Ursache ihrer Freude: Aufgrund eines Artikels im WOCHENBLATT über Pagels' verzweifelte Wohnungssuche hatte sich ein Leser bei ihr gemeldet - und einen möglicherweise lebensrettenden Kontakt hergestellt. Am 30. November zieht die Buxtehuderin nun in eine Wohnanlage nach Neu Wulmstorf.

Wie berichtet, ist Irene Pagels schwerkrank, hat Lungen- und Kehlkopfkrebs. Vor drei Jahren zog sie in ihre derzeitige Wohnung und musste mit Entsetzen nach kurzer Zeit feststellen: In der 50 Quadratmeter großen Wohnung schimmelt es! Dazu ließen sich die zugigen Räume kaum beheizen. Gift für die 68-Jährige, die bereits mehrfach operiert wurde und schwere Chemo-Therapien hinter sich bringen musste. Und obwohl sie ihre Bleibe zu einem schönen, gemütlichen Zuhause verwandelt hatte, stand für sie fest: „Ich muss ausziehen.“

In den folgenden zweieinhalb Jahren erhielt Irene Pagels auf ihrer Wohnungsodyssee nur Absagen. In ihrer Hoffnungslosigkeit wandte sich die Schwerkranke an das WOCHENBLATT. Mit einem positivem Resultat: „Am Sonntag nach dem Erscheinen des Artikels meldete sich ein Mann bei mir. Er sagte, in der Wohnanlage, in der er selbst wohne, wäre etwas frei geworden“, erzählt die zierliche Buxtehuderin. Der zukünftige Nachbar unterstützte sie, stellte die nötigen Kontakte her. Kurz darauf konnte Irene Pagels ihr neues Zuhause besichtigen und erhielt wenig später die telefonische Zusage.

Den Menschen, die ihr zu diesem Glück verholfen haben, ist Irene Pagels sehr dankbar. „Da werde ich mich wohl mit einem Essen revanchieren“, verrät sie schmunzelnd.
Pagels treuer Weggefährte, Kater „Max“ (14), begleitet sein Frauchen. Die Rentnerin ist sich sicher: „Sein neues Zuhause gefällt ihm bestimmt - und ich muss nicht noch mal Weihnachten frierend in einer schimmeligen Wohnung verbringen.“