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Buxtehude., Frauen, die unsere Kleidung nähen

Die Frauen der Lenkungsgruppe: Heike Marquardt (v. li.), Sabine Delissen, Annette Lüders, Gerlind Ströhlein und Bettina Priebe (Foto: Hansestadt Buxtehude)

Fairtrade-Stadt Buxtehude zeigt Fotos von Näherinnen im Stadthaus

ab. Buxtehude.
Daliya Shikdur aus Dhaka in Bangladesch macht sich Sorgen. Die 20-jährige Näherin hat eine Gewerkschaft gegründet, in erster Linie nicht für sich, sondern für die Rechte anderer Frauen - alles Arbeiterinnen in einer Fabrik. In Bangladesch kann politisches Engagement bei Frauen auch den Tod bedeuten. Derzeit hängt Daliya Shikdurs Foto neben acht weiteren Bildern anderer Frauen in einer Ausstellung im Buxtehuder Stadthaus. "Ich mache deine Kleidung. Die starken Frauen aus Süd-Ost-Asien", heißt sie und zeigt Näherinnen aus Kambodscha und Bangladesch. Noch bis zum 21. Juni ist die Ausstellung vom Verein "FEMNET - Feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft & Gesellschaft" zu sehen.

Mehr als fünf Millionen Menschen arbeiten weltweit in ca. 5.000 Fabriken für den Modemarkt in der westlichen Welt. 90 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter sind Frauen. Für sehr wenig Gehalt, das kaum zum Leben für sich oder eine Familie reicht.

Mit der Ausstellung wolle man ein Bewusstsein schaffen für die Bedingungen der Arbeiterinnen in den Textilfabriken", so Heike Marquardt von der Lenkungsgruppe. Es gehe nicht darum, keine günstige Kleidung mehr zu kaufen, sondern die Arbeitsbedingungen der Frauen in den jeweiligen Ländern zu verbessern. Daliya Shikdur sagt dazu: "Ich habe Angst, dass die großen Kleidermarken aus Bangladesch weggehen und wir ohne Arbeit zurückbleiben."