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Buxtehude hatte zur Hansezeit den modernsten Hafen

Museumsleiterin Dr. Susanne Keller mit der alten Marktordnung
tk. Buxtehude. Der Buxtehuder Hafen war zu Zeiten der Hanse der modernste in ganz Deutschland. Mit der Vergangenheit der Estestadt in der Hanse beschäftigt sich die Ausstellung "Over Sand unde See ... 650 Jahre Hansestadt Buxtehude", die im Buxtehude-Museum zu sehen ist.
In einem handschriftlichen Protokoll aus dem Jahr 1363 wurde Buxtehude das erste Mal im Zusammenhang mit der Hanse erwähnt. Es war eine junge, 1285 gegründete Stadt, die sich schnell zu einem erfolgreichen Handelsplatz vor allem für Getreide entwickelte.
Die Ausstellung im Buxtehude-Museum zeigt aber nicht nur Dokumente, sie taucht vor allem auf lebendige Art in das Leben der Menschen vor 650 Jahren ein. In der Altstadt gefundene Löffel und Schale zeigen zum Beispiel, dass Essgeschirr früher aus Holz gemacht wurde. Steinzeug, ebenfalls in der Altstadt ausgegraben, belegt, dass solche Gefäße zum Warenspektrum gehörten, das in Buxtehude umgeschlagen wurde.
Neben interessanten Funden steht als Thema vor allem der Hafen im Mittelpunkt: So zeigt ein Stadtmodell, mit welchen wasserbautechnischen Maßnahmen das Hafenbecken errichtet wurde. Wo Schiffe be- und entladen wurden und wie Buxtehude von den internationalen Handelswegen profitierte.
Als "besondere Belohnung" können sich alle historisch bewegte Buxtehude-Fans darauf freuen, dass die altehrwürdige Stadt vermutlich bald wieder den Titel Hansestadt tragen darf. Ein entsprechender Antrag liegt beim Land vor und im Vorfeld wurde beretis signalisiert, dass er wohl positiv beschieden wird.
Die Ausstellung ist bis zum April 2014 im Buxtehude Museum zu sehen. Öffnungszeiten: Di.-Fr. von 14 bis 17 Uhr, am Wochenende von 11 - 17 Uhr.