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Buxtehude: "Helle Kleidung, Reflektoren und ein verkehrssicheres Rad"

Möchten Radfahrer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisieren (v. l.): Klaus Huhn vom Fachbereich Ordnung und Sicherheit der Hansestadt Buxtehude, Oberkommissarin Maike Hesebeck, Polizeihauptkommissar Thomas Mehnen und Polizei-Landkreissprecher Rainer Bohmbach

Polizei und Stadt wollen Radfahrer für ihre eigene Sicherheit sensibilisieren

ab. Buxtehude.
ab. Buxtehude. Die Hansestadt Buxtehude und die Polizei des Landkreises Stade haben ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt: Sie wollen Radfahrer für den Straßenverkehr jetzt in der dunklen Jahreszeit sicherer machen. Dazu wird es in den kommenden Wochen zu verschiedenen Tageszeiten Verkehrskontrollen geben. Um der Öffentlichkeit das Projekt vorzustellen, hatten die Hansestadt und Polizei jetzt zu einem Pressegespräch ins Stadthaus in Buxtehude eingeladen.

Mit heller Kleidung, Reflektoren und einem verkehrstüchtigen Zweirad seien Radler bestens für die düstere Jahreszeit gerüstet, stellte Oberkommissarin Maike Hesebeck klar. „Dafür wollen wir die Radfahrer sensibilisieren.“

„Wir wollen uns verstärkt um Radfahrer kümmern. Dazu gehört vor allem auch ein Sicherheitscheck des Fahrrads. Und je weniger Leute wir mit verkehrsuntauglichen Rädern antreffen, desto besser ist es“, erläuterte Polizei-Landkreissprecher Rainer Bohmbach. Maike Hesebeck ergänzte: „Die radfahrenden Bürger auf diesem Weg über die Kontrollen zu informieren, ist nicht als Präventivmaßnahme gedacht. Wenn wir Regelverstöße entdecken, wird es auch Verwarnungen geben.“ So könne der Fahrer eines Rades, das im Straßenverkehr ohne Beleuchtung gefahren werde, mit 20 Euro zur Kasse gebeten werden.
Außerdem vorgesehen: eine Mängelliste. Diese muss der Fahrer samt Rad der Polizei nach der Reparatur vorlegen. „Ist ein Fahrrad komplett untauglich, werden wir es einbehalten“, fügte Polizeihauptkommissar Thomas Mehnen hinzu.

Mehnen sprach auch die steigenden Unfallzahlen in den vergangenen Jahren an, in die Radfahrer in Buxtehude involviert waren. Von 2015 auf 2016 habe es eine Steigerung um 37 Unfälle auf 269 gegeben. Bei den Leichtverletzten stieg die Zahl um elf, bei den schwerverletzten Radfahrern um fünf an. Einzig bei den getöteten Personen sei die Zahl in dem Zeitraum von zwei auf eins gesunken. „Der Tod ist vorrangig durch Kopfverletzungen eingetreten, darum wollen wir noch einmal darauf hinweisen, dass Fahrradhelme lebensrettend sein können“, sagte Bohmbach.

Die Polizeivertreter mahnten an, mehr Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen, vor allem mit den schnellen Pedelec- und E-Bikes, die es vermehrt gebe. Bei ihnen sei die Unfallzahl innerhalb eines Jahres von sechs auf 17 Unfälle gestiegen.

An die Vorbildfunktion Erwachsener wollte die Polizei in diesem Zusammenhang ebenfalls erinnern: „Gerade an Ampeln sollten erwachsene Radfahrer vorausschauend fahren und bei Rot auch tatsächlich anhalten“, so Hesebeck. Ebenfalls wichtig: „Die Nutzung von Handys ist auch beim Radfahren verboten - sowohl das Telefonieren als auch das Musikhören, egal ob mit einem oder zwei Steckern im Ohr. Ein Vergehen schlägt inzwischen mit 55 Euro zu Buche.

Apropos: In der anstehenden Zeit der Weihnachtsfeiern sollten auch Radfahrer nicht alkoholisiert fahren. Mehnen: „Bis 1,5 Promille ist es eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,6 Promille eine Straftat. Der Führerschein ist weg und es gibt noch drei Punkte in Flensburg.“