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Buxtehude: In erster Linie Künstlerin

Linda Garvardt gehört zu dem Künstler-Duo "touchingART", das an diesem Wochenende beim ersten Buxtehuder Kunstfest auftritt (Foto: Hansestadt Buxtehude)

Lina Garvardt (28) tritt mit Performance-Künstlern bei Buxtehuder Kunstfest auf

ab. Buxtehude. ab. Buxtehude. In Buxtehude ist sie aufgewachsen, in Hamburg wohnt sie jetzt: An diesem Wochenende tritt Künstlerin Lina Garvardt beim ersten Buxtehuder Kunstfest in der Altstadt auf. Mit ihrer Partnerin Johanna Sarah Schmidt bildet sie das Künstler-Duo „touchingART“, das mit seiner Performance „Come in and FEEL out“ die Buxtehuder „berühren will“.

Sie habe lange dafür geforscht, sagt Lina Garvardt und erklärt, worum es geht: „Das komplette Konzept ist eine Feel-Box, angelehnt an eine Foto-Box, die man betritt.“ Wer sich traue, könne sich dort auf einen Hocker setzen und auf etwas Berührendes einstellen. Was dann herauskomme, sei schon überraschend, ist Garvardt überzeugt, denn auch für sie ist diese Performance ein Experiment und gleichzeitig eine Premiere. Dabei sei das Ziel der Künstler, der digitalen Welt etwas entgegenzusetzen, „denn das Bedürfnis nach Berührung ist da, das verspüren wir alle“, sagt sie. Und sie möchte durch ihre Kunst auch jene Gäste dazu animieren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, die nicht mitmachen, sondern nur beobachten wollen.

Lina Garvardt ist trotz ihres jungen Alters schon auf mehreren Gebieten ausgebildet, versteht sich in erster Linie als Künstlerin. Die gebürtige Kasachin zog im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie nach Buxtehude, besuchte die Halepaghen-Schule und schloss dort mit Abitur ab. In Hamburg absolvierte sie den Bachelor in Slawistik und durchlief außerdem eine dreijährige Schauspielausbildung.

Künstlerisch aktiv und kreativ zu sein, liegt ihr im Blut. „Ich bin immer kreativ unterwegs“, beschreibt sich die 28-Jährige. „Auch in meiner Freizeit zeichne oder male ich. Oder ich stricke, nähe oder häkle.“

Aktuell probt die junge Frau auf Kampnagel in Hamburg für ein Stück mit dem Thema Bürokratie, bei der auch Flüchtlinge mitwirken. Das Stück wird Ende Oktober beim „eigenarten Festival“ in Hamburg aufgeführt. Neben ihren Bühnen-Projekten studiert die Künstlerin wieder an der Uni Hamburg, um dort ihren Master zu machen. Mit ihrem Partner, ebenfalls einem Schauspieler, und Mischlingshündin Ronja wohnt sie in Hamburg-Altona. 
Und jetzt freut sich Lina Garvardt vor allem auf eins: mit den Buxtehudern gemeinsam die Wirkung ihrer Performance zu erleben.