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Buxtehude: Kirchenmusik für alle

Machen sich für den Erhalt der Kirchenmusik stark: die „Musica Viva“-Mitglieder (v. li.) Karl-Bernhard Müller, Barbara Hofmann, Angelika Müller und Sybille Groß

„Musica Viva“ setzt sich in der St. Petri-Kirche Buxtehude für Kirchenmusik und die Restaurierung der Instrumente ein


ab. Buxtehude. Im November 2015 wurde er gegründet, jetzt will er sich u.a. für die Restaurierung von Kircheninstrumenten einsetzen: der Förderkreis Kirchenmusik „Musica Viva“ der St. Petri-Kirche in Buxtehude. Kürzlich kamen die Vorstandsmitglieder Karl-Bernhard Müller (1. Vorsitzender), Barbara Hofmann (2. Vorsitzende), Angelika Müller (Kassenwartin) und Kreiskantorin Sybille Groß in der St. Petri-Kirche zusammen und stellten die Arbeit von „Musica Viva“ vor.
„Unser Verein fördert Kirchenmusik, indem sich unsere Mitglieder für Veranstaltungen einsetzen, bei der Organisation von Konzerten eingebunden sind oder sich am Akquirieren von Geldern beteiligen“, erklärte Karl-Bernhard Müller. Damit der Verein dauerhaft bestehe, sei eine Anbindung an Gremien vor Ort, an Kirchenkreis und Kirchengemeinde, erforderlich.

Die Finanzierung von Projekten sei sehr schwierig geworden, erklärt Musikerin Barbara Hofmann. Gelder, beispielsweise aus Stiftungen, würden nicht mehr so fließen, wie es früher mal war. „Ich habe das als Berufsmusikerin persönlich erfahren und möchte mich dafür dringend engagieren möchte“, sagte Hofmann. Von Musiknoten bis zur Pflege der Instrumente sei vieles nicht mehr abgedeckt. „Das spielen wir bei Konzerten auch nicht ein und mit Gewinn wird sowieso nicht gerechnet“, stellt sie fest. „Wenn die Einnahmen gegen Null gehen, ist das schon als Erfolg zu werten.“

„Unsere Konzerte müssen erschwinglich bleiben“, fordert auch Karl-Bernhard Müller, denn Kirchenmusik müsse für jeden bezahlbar bleiben. Ca. 65 bis 70 musikalische Veranstaltungen gebe es in der St. Petri-Kirche pro Jahr und diese seien sehr gut besucht, sagt Müller. „Nur drei bis vier Veranstaltungen kosten Eintritt“, fügt er hinzu. Daher werde bei kostenfreier Kirchenmusik meist um Spenden gebeten.

Das nächste größere Projekt des Vereins: die Reparatur der Chororgel. „Sie war eigentlich nur als Übergangslösung gedacht, als vor zehn Jahren die Furtwängler-Orgel restauriert wurde, doch jetzt bleibt sie“, erläutert Kreiskantorin Sybille Groß. Die 1974 von der Firma Hillebrand erbaute Kleinorgel sei seitdem nicht richtig gewartet worden und Reparaturen erforderlich.

Am Sonntag, 7. Mai, möchten die Mitglieder von „Musica Viva“, deren Verein inzwischen rund 94 Mitglieder zählt, nach einem Orgelkonzert der Öffentlichkeit ihren Verein und das Projekt „Chororgel“ vorstellen. „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und auf Sponsoren, die in der Lage sind, auch größere Beträge dafür zu spenden“, sagte Müller.
• www. musicavivabuxtehude.wir-e.de