Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehude: Mit "KäseWillie" auf dem Wochenmarkt

Mit Freude dabei: Margret Höper (li.) und Susi Pubanz bedienen ihre Kunden immer mit einem Lächeln

Das WOCHENBLATT besucht den Marktbeschicker in der Buxtehuder Altstadt - eine Reportage


ab. Buxtehude.ab. Buxtehude. Mittwochmorgen, kurz nach 6 Uhr, Breite Straße in Buxtehude. Es regnet. Trotzdem gut gelaunt öffnet Susi Pubanz aus Hechthausen den Verkaufswagen, drapiert Käse, schneidet ihn vor, platziert Schilder und richtet alles für den Verkauf her. Bis 13 Uhr wird sie auf dem Wochenmarkt die Waren von „KäseWillie“ aus Bremervörde anbieten.

Zum Sortiment zählen Käsesorten aus Holland und Frankreich, der Schweiz und England, Hart- und Weichkäse. „Schweizer Bergkäse und Gouda sind sehr beliebt“, sagt Susi. Auch der selbst angemischte Frischkäse, den es in mehr als zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, werde gerne genommen. „Da bieten wir jede Woche etwas Neues an.“ Neben der großen Auswahl an Käsesorten - bis 150 verschiedene hat Inhaber Willie Groote Stroek in seinem Angebot - können Kunden weitere Delikatessen wie Senf-Saucen aus Eigenproduktion, spanisches Feigenbrot und Ähnliches erwerben.

Nach und nach trudeln weitere Wochenmarkt-Wagen ein. Man kennt sich, grüßt sich oder umarmt sich sogar. „Schönes Schietwetter“, ruft Susi einer anderen Markbeschickerin fröhlich zu. „Ja“, antwortet diese, „aber so wird es nicht langweilig.“

Drei Mal pro Woche, verkauft Susi Pubanz die Waren des Holländers Willie Groote Stroek, an einem Tag in Bremervörde, an zwei Tagen in Buxtehude. „Ich bin schon so lange dabei und gehöre schon zum Inventar“, meint sie und lächelt. Sie selbst sei auch ein Käse-Fan, würde besonders mittelalten Gouda und Frischkäse mit Chilli oder Dill oder die pikante bayrische Käsespezialität Obatzter mögen.

Kurz vor 8 Uhr kommt mit Margret Höper noch eine weitere Verkäuferin dazu. Die ersten Kunden stehen vor dem Wagen. „Unsere Kunden lassen sich auch bei Regen nicht vom Käsekauf abhalten“, sagt Susi. In der Ferienzeit sei die Kundennachfrage allerdings etwas unberechenbar: „Generell kaufen die Kunden in dieser Zeit ihren Käse später ein und manchmal haben wir auch etwas weniger Kundschaft. Sobald aber ein Bus mit Touristen eintrifft, brummt es bei uns.“ Viele Stammkunden seien es, so die Verkäuferin, aber auch Touristen würden von der leckeren Ware angelockt, probierten das Käse-Angebot des Tages und kauften ein.

Gegen 13 Uhr beenden Susi und Margret langsam den Verkauf, beginnen mit der Reinigung der Messer und Schneidemaschinen, packen den Käse, der nicht im Kühlregal oder in der Auslage lag, zurück in den Kühlschrank. Und dann wird abgerechnet.

Die Käseliebhaber ließen sich trotz des nassen Wetters auch an diesem Mittwoch nicht von einem Besuch auf dem Wochenmarkt abhalten. „Es war ein guter Tag“, resümieren Susi und Margret zum Schluss. Gleich wird der Wagen zurück nach Bremervörde gebracht und neu bestückt. „Am Freitag stehe ich dort auf dem Markt“, sagt Susi und man merkt schon jetzt, dass sie auch in Bremervörde wieder mit Freude dabei sein wird.