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Buxtehude: Schandfleck weg, der neue "Flethkieker" kommt

Katrin Gütersloh bei der Grundsteinlegung (Foto: tk)
Grundsteinlegung am Ostfleth: Altstadt-Schandfleck weicht attraktivem Neubau

tk. Buxtehude. Der neue Name "Flethkieker" statt "Flethenkieker" signalisiert den Umbruch: Ein Schandfleck in Buxtehudes Altstadt ist verschwunden und etwas Neues entsteht. Das marode Gebäude der ehemaligen Kneipe "Flethenkieker" wurde abgerissen und mit der Grundsteinlegung für das neue Wohn- und Geschäftshaus am Ostfleth beginnt sichtbar zu werden, was an der Stelle entsteht. Sechs Wohnungen und vier Läden sind geplant

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Erfreulich: Mit dem neuen "Flethkieker" und der sanierten "Kattau-Mühle" sind zwei Schandflecke in Buxtehudes Altstadt verschwunden. Nur noch das unter Denkmalschutz stehende "Alte Zollamt" an der Harburger Straße gammelt ungenutzt vor sich hin. Hier ist ein Happy-End nicht in Sicht.

Katrin Gütersloh ist die Bauherrin des neuen "Flethkiekers" an der Ecke Ostfleth/Kirchenstraße. Sie investiert rund zwei Millionen Euro. Die gebürtige Buxtehuderin, die in Hamburg lebt, ist tief in die Geschichte dieses traditionsreichen Grundstücks eingetaucht: "Dort steht seit 350 Jahren ein Wirtshaus." Es war über lange Zeit keine Nobel-Gastronomie, sondern der Rotlichtbezirk der Stadt. Wobei der ehemalige "Flethenkieker", als er "Bremer Schlüssel" hieß so bekannt und beliebt war, dass Besucher aus Hamburg über die Este segelten, um dort zu essen.

Abwärts ging es laut Katrin Gütersloh kontinuierlich seit den 70er Jahren. Was sie bedauerlich findet: Aus der guten alten Zeit war nichts mehr da. Eine Glocke vom Tresen hat sie noch aus der Ruine gerettet.

• Die neue "Flethkieker" bietet eine Wohnfläche von 430 Quadratmetern, aufgeteilt auf sechs Wohnungen von 43 bis 93 Quadratmetern. Einige Wohnungen sind noch zu mieten. Im Erdgeschoss sind auf einer Gesamtfläche von rund 140 Quadratmetern zwei Läden geplant.
• Der "Flethenkieker" ist in den vergangenen Jahren ins Gerede gekommen, weil er ein beliebter Umschlagplatz für Drogen in Buxtehude war. Zudem war das Gebäude so marode, dass es von der Stadt geschlossen und versiegelt wurde. Fast drei Jahre stand die Immobilie leer, bis sie von Katrin Gütersloh gekauft und vom Architekten Christoph Frenzel neu überplant wurde.