Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Buxtehude: Tempo-30-Strecke ist zu kurz

Tempo 30 auf 150 Metern - in der Straße Inne Beek in Buxtehude-Immenbeck darf direkt vor der Kita wieder Gas gegeben werden

Buxtehuder Anwohner misst nach: Tempolimit endet direkt vor Kindergarten

ab. Buxtehude-Immenbeck.
ab. Buxtehude-Immenbeck. Der Gedanke ist gut, die Umsetzung nicht: In Buxtehude-Immenbeck sollen Autofahrer an einem Kindergarten vom Gas gehen. Tempo 30 wird auf 150 Metern auf einem Schild angeordnet. Nur: Die angegebene Strecke ist zu kurz: Das Tempolimit endet auf beiden Seiten direkt vor dem Kindergarten - genau dort darf wieder 50 km/h gefahren werden.

Aufgefallen war das im vergangenen Sommer Anwohner und WOCHENBLATT-Leser Wolfgang Steinbrueck. „Die Strecke zwischen Schild und dem Lebenshilfe-Kindergarten kam mir länger vor als 150 Meter“, sagt der gebürtige Immenbecker. Er habe nachgemessen und dabei festgestellt, dass es sich in beiden Richtungen so verhält: Die angegebenen 150 Meter enden sowohl aus Buxtehude kommend als auch aus Moisburg einmal direkt vor dem Kindergarten, einmal vor der zum Kindergarten gehörenden Ausfahrt. „Genau auf Höhe des Kindergartens kann ich wieder Tempo 50 fahren“, stellt Steinbrueck fest.

Der Mann wandte sich an den Fachbereich Ordnung und Sicherheit. Er schlug vor, entweder die Schilder auf der Straße „Inne Beek“ (K73) zu versetzen oder ein Schild mit einer längeren Strecke als 150 Meter anzubringen. Es hieß, da die Straße eine Kreisstraße sei, werde die Situation geprüft und an den Kreis weitergeleitet. Steinbrueck.: „Obwohl ich mich mehrmals bei der Verwaltung gemeldet habe, ist bisher nichts passiert.“

„Dass in diesem Bereich Tempo 30 gefahren werden soll, kann man nur befürworten“, sagt Ortsvorsteher Niels Großkreutz auf WOCHENBLATT-Nachfrage. „Darum ist es wichtig, dass die Strecke erneut überprüft wird. Sollte nicht korrekt gemessen worden sein, muss das korrigiert werden.“ Großkreutz wolle sich an dieser Stelle auch für weiterführende Maßnahmen einsetzen, wie beispielsweise eine Querungshilfe, ein Zebrastreifen oder eine Ampel. Denn schließlich gingen dort Kinder über die Straße. „Da es sich um eine Kreisstraße handelt, für die eigentlich der Landkreis zuständig ist, wird das schwer zu realisieren sein“, ist er überzeugt.

Das Land Niedersachsen habe von der „Verordnung geschwindigkeitsbezogener Streckengebote“ Gebrauch gemacht und die Strecke in Immenbeck festgelegt, sagt Klaus Huhn vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung aus Buxtehude. „Ich persönlich habe die Strecke nicht noch einmal nachgemessen, werde mich aber auf jeden Fall mit der Straßenmeisterei in Verbindung setzen“, so Huhn. Denn Sinn und Zweck der Anordnung sei natürlich eine Geschwindigkeitsreduzierung am Kindergarten.