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Buxtehude wird trotz Staus nicht die "Kreisel-Stadt"

Hier wird ein Kreisverkehr entstehen - anderswo auf der Stauachse K39 aber nicht

tk. Buxtehude. Fans von Kreisverkehren werden enttäuscht sein: Mehr als der geplante Kreisel an der Estebrügger Straße wird entlang der Stau-Achse K39 in Buxtehude nicht gebaut werden. Das ist das Ergebnis eines neuen Verkehrsgutachtens, das Stadt und Landkreis erstellt haben und das bald der Politik vorgestellt wird. Es geht dabei um die Frage, wie die innerstädtischen Stauschwerpunkte entlang der Kreisstraße (Hansestraße) entschärft werden können. Die Idee einiger Bürger, auch die Kreuzung Harburger Straße zu einem Kreisverkehr umzubauen, wird in dem Gutachten nicht befürwortet. "Das wäre sogar kontraproduktiv", sagt Stadtplanerin Anette Mojik.

Stand der Dinge beim Keisverkehr der Estebrügger Straße: Das Vorhaben steht im Förderprogramm des Landes. Wann die Arbeiten tatsächlich beginnen, ist aber ungewiss. Weder Stadt noch Landkreis wissen, wann dafür Gelder zur Verfügung stehen. Anette Mojik: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht." Sprich: Die Planungen sind komplett, die Bagger könnten morgen anrücken.
Für einen der schlimmsten Stau-Schwerpunkte entlang der K39, die Kreuzung Hansestraße/Konrad-Adenauer-Allee, gab es bereits ein Konzept. Die Stadt wollte Baugrundstücke auf dem Schützenplatz und angrenzend verkaufen und den Erlös zum Teil in den Umbau der Kreuzung stecken. Diese Pläne liegen auf Eis. Grund: Solange es keinen Hochwasserschutz gibt, sind die potentiellen Wohnbauflächen offizielles Überschwemmmungsgebiet und dürfen nicht bebaut werden.
Tröstlich für die Pendler, die dort im Stau stehen: Wenn Mittel freiwerden, kann die Kreuzung zügig umgestaltet werden, weil die notwendigen Flächen der Stadt und dem Landkreis gehören. Die K39 ist eine Kreisstraße und die einmündenden Straßen gehören der Stadt.
Damit der Verkehr zu den Hauptverkehrszeiten dennoch schneller fließt, soll die Ströme besser koordiniert werden. Das heißt, dass die Ampelphasen noch besser aufeinander abgestimmt werden. Was laut Stadtplanerin Anette Mojik aber Zukunftsmusik ist: eine verkehrsabhängige Steuerung der Ampeln.
In diese Technik hat Stade gerade viel Geld investiert. So genannte "TrafiCams" registrieren die Anzahl der Autos und steuern bedarfsabhängig die Ampeln.